David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Rabat

Ich zitiere für den Bericht aus Rabat einfach mal großzügig aus unserem Reisetagebuch. Wir haben uns nämlich entschieden unsere Erlebnisse und Gedanken täglich in einem kleinen Heftchen festzuhalten. Die Berichte sind im Endeffekt tatsächlich eine schöne Sammlung von (ironischen/sarkastischen) Zusammenfassungen unseres Trips geworden.

Der Zug ist gut gefüllt, überzeugte jedoch mit Klimaanlage und geräumigen 8-Abteilen. Landschaftlich ging es von Hui nach Pfui, aus grün wurde gelb-braun und karg. Die Marokkaner sind sparsame Menschen. So sparen sie sich die Ansagen im Zug, genauso wie übermäßig viele Schilder an Bahnhöfen. Dafür sind die LED Tafeln im Zug umso informativer, denn auf ihnen steht während der gesamten Fahrt der Name des Zugunternehmens, mit dem man unterwegs ist: ONCF.

Angekommen in Rabat herrscht sofort ein anderes Flair. Wir befinden uns in der Hauptstadt und dazu noch im »Ville Novelle«, dem neuen Stadtviertel. Ein kleiner Fußmarsch führt uns vorbei an den schönen Fassaden der Hauptpost und des Geldmuseums. Auch Straßenbuchhändler und blinde Taschentuchverkäufer begegnen uns auf dem Weg zum Beginn der Medina, wo sich unser billig Hotel befindet. Wir bekommen ein drei Bett Zimmer für 210 Dh, umgerechnet ca. 21€. Es gibt keine Fenster und die Gruppentoilette ist ein Loch im Boden. Zum Glück sind die Betten aus Stein gemeißelt.

Wir begeben uns in die Stadt und landen im Restaurant de la Libération, welches vorallem einfache einheimische Küche zu Spottpreisen anbietet. Ein Gericht für 3,30€ und Tee für 40 Cent sind bis jetzt nicht zu unterbieten. Jaco’s Hähnchen sieht zwar aus wie Roadkill, dafür gibt es bei Anton jedoch leckeres Cordon Bleu. Der unschlagbarer Preis ermutigt uns zu einer Rückkehr zu späterer Stunde. Der anschließende Weg zum Meer führte uns über den wohl größten Friedhof der Welt, der gleichzeitig als Müllverbrennungsanlage zu dienen scheint. Wir sehen zum ersten Mal das Meer. Es ist ein tolles Gefühl.

 

 

 
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Fès

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber fast jedes Mal, wenn ich in einem fremden Land den Flughafen verlasse, frage ich mich was ich mir da wieder eingebrockt habe. Die Temperatur ist 20° höher oder niedriger als vor dem Abflug in Berlin, dann wird man spätestens auf der Suche nach einem Taxi mit der völlig anderen Mentalität der Menschen konfrontiert und die Verständigung ist meist eher noch holprig. Spätestens aber, wenn man dann das Gepäck in der Unterkunft abgeladen hat und frisch geduscht die erste Runde durch die umliegenden Straßen macht, legt sich das wieder und die neuen Eindrücke werden immer positiver. So ging es mir auch dieses Mal wieder am ersten Tag in Marokko. Nach dem ersten Minztee im Hotel war die Welt wieder in Ordnung und die Vorfreude auf die kommenden Tage groß.

 

 
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Das neuntbeste Beachvolleyball Team Deutschlands

Vor ein paar Wochen habe ich Pia Riedel und Jenny Heinemann fotografiert. Die beiden bilden nach ihrem erfolgreichen Turnier am vergangenen Wochenende das neuntbeste Beachvolleyball Team aus Deutschland. Ein toller Erfolg bis hierhin wie ich finde.

Die Fotos von den beiden sind im Berliner Regierungsviertel entstanden. Der Nachmittag war eine entspannte Geschichte und ich finde man sieht es den Bildern an, die ein sehr sympathisches Duo zeigen.

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Maren

Menschen

In den letzten Monaten kribbelt es mir immer öfter in den Fingern. Und zwar dann, wenn ich in Berlin mit der Kamera unterwegs bin und Menschen entdecke, die ich  bzw. das was sie machen so interessant finde, dass ich sie fotografieren möchte. Ab und an habe ich mich das auch schon getraut. So leicht finde ich das nämlich gar nicht. Klar, ich könnte mir jetzt auch ein Tele auf mein Gehäuse schrauben und heimlich von 20m Entfernung fotografieren. Dann lasse ich es lieber gleich. Man muss nah ran, auch wenn das erstmal Überwindung kostet.

Auf unserer Reise habe ich versucht relativ häufig nah an Menschen heranzugehen, ganz selbstverständlich ein Foto zu machen und weiterzugehen. Ab und an wurde ich dabei bemerkt, machte dann trotzdem mein Foto und suchte danach den Blickkontakt um mich mit einem Lächeln zu verabschieden. Häufig wurde dieses erwiedert und alle Beteiligten gingen ihres Weges.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pariser Jung

Lisa

 

 

 

Dekaden

Seit heute Vormittag habe ich Semesterferien, sodass es hier nun weiter geht im Takt. Die vorletzte Aufgabe im Fotokurs war die Visualisierung von 2 Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Das Ziel war es, jeweils ein Foto zu machen, dass authentisch wirkt und zwischen anderen Bildern dieser Zeit nicht auffallen würde. Ich entschied mich zum Einen, die 50er bzw. Irving Penn zu zitieren und zum Anderen ein 80er Aerobic Foto zu machen. Bei den 50er Bildern wollte ich einen Stil, der mir ästhetisch sehr zusagt rekonstruieren, wogegen beim Zweiten genau das Gegenteil der Fall war. Ich wollte aber irgendwie genau diese unangenehme Erfahrung machen, ein Bild zu machen, das zwar authentisch ist, mir aber gar nicht richtig gefällt. Mein Dank gilt mal wieder meinen Models, in diesem Fall Helen und Elisa, die großen Stress und Mühen auf sich nahmen um mir zu helfen.