David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Portraits von 4 Freunden

Neue Aufgabe, neues Glück. Die Aufgabe der letzten Woche im Fotokurs lautete, je ein Portrait von einer Person aus unserem sozialen Umfeld bzw. einem Freund oder einer Freundin aufzunehmen. Ich konnte mich der Aufgabe erst am Sonntag widmen, da ich am Freitag und Samstag freiwillig in der HTW weilte um an der 2. KD Zukunftswerkstatt teilzunehmen. Warum? Peter hat das gut auf den Punkt gebracht:

Mein Sonntag begann dann um 9 bei Anton in Köpenick, wo ich dessen bezaubernde Freundin Kari fotografierte und endete irgendwann gegen 20 Uhr in Wedding bei der nicht minder tollen Jana. Zwischendurch stattete ich Flo noch einen Besuch ab, bei dem uns auch der Regen nicht stoppen sollte. 3 von 4 Fotos hatte ich im Kasten und dachte auch fast, dass es dabei bleiben würde, bis Karl spontan anrief und sofort ein Fotoshooting forderte, als er von meiner Aufgabe erfuhr. Dienstag Abend spazierte ich dann also noch mit ihm durch Altglienicke, sodass ich pünktlich Mittwoch früh mit 4 Fotos im Kurs aufkreuzen konnte.

Ein herzliches Dankeschön natürlich noch mal an euch 4 für eure Zeit und euer Engagement bei der Umsetzung meiner Bildideen.

 

 

 

Ich bin’s

Lange liegt er zurück der letzte Blogeintrag, vergessen habe ich mein kleines Onlinetagebuch dennoch nicht, es war nur ein bisschen eng mit der Zeit. Die meisten sollten es mitbekommen haben: ich bin seit ende April mal wieder auf Krücken unterwegs. Dieses Mal quittierte der 5. Mittelfußknochen meines linken Fußes im Zweikampf den Dienst. Operiert werden musste das Ganze zu allem Überfluss dann auch noch.

 

Die Verletzung kam zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt, kurz nach Semesterbeginn, so dass ich nun fast das komplette Semester mit Krücken bestreiten muss. Das 2. Semester ist eh schon eines der stressigeren und unter diesen Bedingungen ist das alles nicht wirklich einfacher. Mit Maren hatte ich für Ende Mai bereits Flug und Hotel für einen Paris Urlaub gebucht, den wir canceln mussten und zum Hurricane Festival werde ich auch nicht fahren können. Vielleicht spürt man in diesen Zeilen eine gewisse Frustration, was daran liegen könnte, dass sie vorherrscht.

Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich auch in solchen Zeiten noch mit einem Lächeln durch die Gegend humpel und so kam es, dass ich mich unter Anderem den Aufgaben im Fotokurs stellte. Die 1. derer lautete: 3  Inszenierungen des eigenen Ichs. Ich zeigte dann 5 Bilder im Kurs, von denen meinem Prof nur eines gefiel. Trotzdem möchte ich sie euch zeigen, da ich nach wie vor mit ihnen zufrieden bin.

 

 

 

 

 

Analoges Comeback

Nein, ich habe nicht vergessen, dass ich einen Blog habe.

In den letzten Wochen habe ich allerdings einerseits nicht besonders viel und außerdem auch noch analog fotografiert. Anfang des Jahres erwähnte mein Opa seine alte EXA, eine Analogkamera aus DDR Zeiten, die ich natürlich sofort haben wollte um zu testen, ob sie denn wirklich noch funktionsfähig ist. Ich habe das mit dem Test dann länger warten lassen, als ursprünglich geplant und raffte mich erst vor 3-4 Wochen auf und kaufte mit meinem Kommilitonen Manuel zusammen einen Ilford Schwarz/Weiß Film. Auch Manuel hatte nämlich eine alte Kamera bekommen. Die sieht vielleicht verschärft aus …

Die letzten Wochen hatte ich also des Öfteren die alte EXA 1c dabei und machte am Sonntag dann endlich meinen ersten Analogen Film, seit schätzungsweise mindestens 10 Jahren, voll. In meiner frühen Kindheit war ich im Urlaub nämlich immer mit so einer Olympus Knipse unterwegs und fotografierte wild in der Gegend rum. Der künstlerische Anspruch der Bilder von damals sei mal dahingestellt, aber ich würde schon behaupten, dass mich das gut an die Fotografie herangeführt hat.

Gestern nahm sich dann unsere super nette Kommilitonen Hyran die Zeit und zeigte uns wie wir unsere Filme im Labor der HTW selbst entwickeln können. Wir verbrachten solide 3,5 Stunden im Labor, entwickelten unsere Filme und erstellten erste Abzüge. Und Junge, hab ich mich gefreut die Bilder zu sehen. Wie ein kleines Kind. Ich muss dazu sagen, dass mein Film ca. beim 33. Bild gerissen ist und ich das beim Fotografieren schon gemerkt hat, dass da irgendwas nicht gestimmt hat. Seit diesem Zeitpunkt hatte ich tierische Angst keine Bilder zu Gesicht zu bekommen.

Ich bekam dann aber doch Bilder zu Gesicht.Irgendwie ist es tatsächlich etwas magisches seinen ersten großen Abzug in der Hand zu halten, der komplett manuell entstanden ist. Die Kamera hat weder Autofokus noch einen Belichtungsmesser, den Film haben wir selbst entwickelt und die Abzüge auch selbst erstellt.

Mein bisheriges Fazit ist, dass die analoge Fotografie, wie viele es ja immer nennen, brutal entschleunigt und zwar positiv. Vergleiche ich jetzt, welchen Wert diese ersten beiden Fotos, welche ich gestern vergrößerte, für mich haben, ist dieser um ein Vielfaches größer als der meiner digitalen Bilder.

Und hier jetzt die ersten beiden Bilder meines analogen Comebacks, die leider besonders beim Scannen einiges ihrer Qualität und Ausdruckskraft verloren haben. Und überhaupt ist es etwas ganz anderes die Fotos auf A4 in der Hand zu halten. Und ja, das Bild von der Fleischerei ist leider nicht so gut vergrößert, werd ich noch mal besser machen. Der Kamera selbst werde ich in den kommenden Tagen auch noch einen Eintrag widmen, wer es gar nicht abwarten kann, es ist diese hier.

Turteltauben

Seit ein paar Wochen versuche ich mich zu zwingen meine Kamera öfter einzupacken und zwar mit dem Ziel mehr zu fotografieren. Mit dem Einpacken ist es aber leider irgendwie nicht getan. Schließlich habe ich dann immer noch die Ausrede, die Kamera wäre noch eingepackt und es würde sich nicht lohnen sie jetzt rauszuholen. Der nächste Schritt ist also die Kamera wirklich in die Hand zu nehmen und sie so mit mir herumzutragen, denn das bedeutet: keine Ausreden mehr.

So kam es gestern Abend, dass ich auf die Bahn wartend auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor stand. Mit meiner Kamera in der Hand. Und dann war da dieses Paar, welches sich die ganze Zeit verliebt anguckte und miteinander turtelte. Ich beobachtete das ein bisschen und war mir sicher ich würde die beiden fotografieren wollen. So richtig schnell konnte ich mich nicht überwinden die Kamera auf sie zu richten, tat es dann aber doch und schoss dieses Foto. Wenig später wiederholte ich diesen Vorgang und lichtete einen älteren Herren ab, der auf einer Bank in seine Zeitung vertieft war.

Ich meine schon mal ein paar Sätze zur Streetfotografie und meinem Interesse daran verloren zu haben und ich kann meine Meinung nur bestätigen, dass diese Art der Fotografie sehr viel Spaß macht und irgendwie etwas ganz anderes ist, als das was ich sonst so mache.

 

 

Vielleicht werde ich Social Media Berater, die Fotos dafür habe ich jetzt schonmal …

 

Jana brauchte ein neues Bewerbungsfoto. Also machten wir Eines. Wir nutzten für das Ganze eine graubraune Wand, stellten uns ca. 1 Meter davor und positionierten einen Blitz mit Durchlichtschirm rechts der Kamera, sowie einen zweiten links davon, der gegen die Wand blitzte um als Fülllicht zu dienen und einen zu starken Schatten des Portraitierten, auf der Wand, zu vermeiden. Eigentlich wollten wir nur Bilder von Jana machen, aber ich dachte mir, wenn die Blitze schonmal stehen, kann ich mich auch mal für 5 Minuten als Modell probieren, solche Bilder zu haben, kann schließlich nie schaden. Ich bin zufrieden mit den Ergebnissen.

 

 

 

Everyday David

Seit ein paar Monaten nutze ich mehr oder weniger täglich die Everyday App auf meinem iPhone. Die Idee ist simpel, man macht jeden Tag ein Foto von sich. Das Ergebnis sieht dann beispielsweise so aus. Bei mir sieht man ganz gut, wie aus etwas, dass man Frisur nennen könnte nach wenigen Wochen ein katastrophales Durcheinander wird.

Vietnam Streetfotografie

 

Gestern war ich mit Toni hier. Die Ausstellung war ganz ok. Einiges gefiel mir sehr gut, anderes fand ich so naja. Bevor wir zur Ausstellung gingen, gerieten wir am Potsdamer Platz in diese Demo einiger Vietnamesen. Scheinbar gibt es ein Problem mit China. Die Gruppe skandierte Dinge wie “Wir wollen Frieden” und “China, Hände weg vom Vietnam.”.

Nun ist es ja so, dass ich nicht zuletzt durch die Diskussionen auf dem Blog von Martin Wolf ein wachsendes Interesse an der Streetfotografie habe, so dass ich die Gelegenheit nutzte und ein paar Fotos schoss. Für den Anfang war die Demo gut geeignet, da dort so oder so viel fotografiert wurde und sich niemand gestört fühlte, wenn ich meine Kamera auf ihn richtete. In Zukunft werde ich aber definitiv auch öfter mal versuchen alltägliche Szenerien auf meiner Speicherkarte festzuhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fotografierten einen Abiball

 

Letztes Wochenende begleitete ich mit meiner geschätzten Fotografenkollegin Jana den Abiball des Abiturjahrgangs der Flatow Oberschule. Noch im letzten Jahr war ich es, der dort sein Abitur machte, so dass ich durchaus einen Großteil der Anwesenden gut kannte. Unsere Aufgabe war es, das Programm des Abiballs, sowie das drumherum fotografisch festzuhalten und vor allem die Familien bzw. Gruppenfotos zu machen. Was ich irgendwie cool daran finde so ein Ereignis zu fotografieren ist, dass die Fotos vermutlich bei vielen Familien später mal angeguckt werden und Erinnerungen an diese Zeit wecken. Diese Tatsache sorgt andererseits natürlich auch für einen gewissen Druck es nicht zu versauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Familienbilder waren für mich definitiv die spannendste Aufgabe. Bei den Abibällen die ich bisher besuchte oder von denen ich Bilder sah, war es oft so, dass die Fotografen die Familienbilder vor solchen einfarbigen Backdrops machen. Das Endergebnis ist dann, dass Hinz von seinem Abiball ein Foto hat, welches fast exakt so aussieht wie jenes von Kunz 1 Jahr später in einer anderen Location. Jana und ich wollten etwas machen, dass beim Betrachten des Bildes an den Veranstaltungsort und damit an den Abend erinnert. Wir überlegten uns dann die Tische ein wenig auseinanderzuschieben um einen Gang vor der Bar zu schaffen und vor dieser die Fotos zu machen. Die Bar bot sich an, denn sie war aufgrund ihrer Größe und Position das zentrale Objekt der sehr schönen Lokation. Damit sich die Personen auf den Fotos vom Hintergrund abheben, arbeiteteten wir mit 2 Blitzen. Auf der Skizze sind das die beiden Kreise mit der 1 und der 2. Die 1 war unser Hauptlicht. Mit einem Durchlichtschirm haben wir versucht ein weiches Licht zu erzeugen. Von links kam dann ein zweites Fülllicht um grobe Schatten auf den Personen zu vermeiden. Mit “T” sind die Tische markiert und das x zeigt unseren Standpunkt beim Fotografieren. Mit dem Ergebnis sind wir beide ziemlich zufrieden gewesen, abgesehen davon das auf den letzten Fotos immer wieder Leute im Bild standen. Scheinbar kommen beim Abiball die animalischen Instinkte der Eltern durch, die sich auch eine Stunde vor Beginn ihren Platz sichern müssen, obwohl ihnen diesen niemand wegnehmen möchte.