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reise – David Not Jacob

David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Gestrandet in Paris — Marokko Vlog 06

Das ist sie, die letzte Folge meines Marokko Reisevlogs. Ein letztes Mal Surfen, ein letztes Mal den Pool im Amouage genießen und dann ging es auch schon nach Hause. Leider mit Übernachtung am Flughafen in Paris, aber den Drops mussten wir schlucken, um so kurzfristig noch nach Marokko fliegen zu können. Und so schlimm war es nun auch wieder nicht.

Im Video sage ich noch, dass ich eigentlich noch ein kleines Fazit ziehen wollte, wie das denn nun so war mit dem Vloggen zum aller ersten Mal und habe es dann doch nicht mehr gemacht. Ich habe es so vor mir hergeschoben nach der Rückkehr und bevor die letzte Folge nie rauskommt, habe ich es mir einfach gespart. Da so ein Fazit grundsätzlich aber ganz nett wäre, kommen hier jetzt einfach ein paar lose Gedanken dazu:
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Die 800m Welle — Marokko Vlog 05

Wir machen uns auf die Suche nach der unglaublichen 800m langen Welle von Imsouane und lassen uns dabei auch nicht von unseren geschundenen Körpern stoppen. Wie sich später, besonders für Karl herausstellt, nicht die klügste, aber dennoch die richtige Entscheidung.

Das Paradies ist nebenan — Marokko Vlog 04

Vlog Nummer 04 aus Marokko. Und ich will ganz ehrlich sein, ne schwierige Sache.

Bis hierhin hatte ich jeden zweiten Tag gefilmt, was mir einen guten Rhythmus gab, da ich mich nicht immer mit dem Drehen beschäftigen musste, sondern auch abschalten konnte an den anderen Tagen.
Nach dem Ausflug nach Marrakesch hatte ich aber das Gefühl, dass die Story und das Material nicht für einen Vlog ausreichen und ich daher den nächsten Tag auch noch mit reinnehme. Beim Schneiden fand ich dann aber, dass der zweite Tag auf keinen Fall noch reinpasst, schließlich war alleine der Marrakesch-Teil schon 12 Minuten lang und ich fand es passte so ganz gut. Der Tag danach ist aber für einen alleinstehenden Vlog aber eigentlich auch zu schwach was die Story angeht, aber nun hatte ich es eben so gedreht. Auch die nachfolgenden Tage habe ich dann ja in der Annahme gedreht, dieses Material zu zeigen, wenn ich zum Beispiel darauf Bezug nahm. Soll heißen, ich finde diese Folge eigentlich nicht so doll, aber sie einfach auszulassen ist auch keine Option.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin nicht so super zufrieden mit Vlog 04, aber wenn man zum ersten Mal vloggt, wird eben nicht alles perfekt.
Hoffentlich macht er euch trotzdem Spaß!

Inhaltlich passiert Folgendes:
Da es Karl nicht gut geht, machen wir einen entspannten Off-Day, den ich vor allem nutze, um am Vlog zu arbeiten.
Ich komme allerdings nicht besonders weit, da wir herausfinden, dass das Nachbarhotel einen Infinitypool hat, den wir auch nutzen können.

Ich liebe Double Chocolate 🍦 — Marokko Vlog 03

Ausflug nach Marrakesch. Wir verabschieden Clemens und Jana, erkunden die magischen Souks und Karl versucht den Tag zu überstehen.

Wir haben Karl verloren 😱 — Marokko Vlog 02

Dritter Tag, zweiter Vlog.
Damit ich die Locals nicht zu sehr verärgere, machen wir einen Vormittag Pause mit dem Surfen und erkunden das Paradise Valley. Nachdem wir Karl verloren und wiedergefunden haben, springen wir von Klippen und feilen an unseren Salto-Skills.
Wir beenden den Tag mit einer epischen Sonnenuntergangs-Surfsession.

Rabat

Ich zitiere für den Bericht aus Rabat einfach mal großzügig aus unserem Reisetagebuch. Wir haben uns nämlich entschieden unsere Erlebnisse und Gedanken täglich in einem kleinen Heftchen festzuhalten. Die Berichte sind im Endeffekt tatsächlich eine schöne Sammlung von (ironischen/sarkastischen) Zusammenfassungen unseres Trips geworden.

Der Zug ist gut gefüllt, überzeugte jedoch mit Klimaanlage und geräumigen 8-Abteilen. Landschaftlich ging es von Hui nach Pfui, aus grün wurde gelb-braun und karg. Die Marokkaner sind sparsame Menschen. So sparen sie sich die Ansagen im Zug, genauso wie übermäßig viele Schilder an Bahnhöfen. Dafür sind die LED Tafeln im Zug umso informativer, denn auf ihnen steht während der gesamten Fahrt der Name des Zugunternehmens, mit dem man unterwegs ist: ONCF.

Angekommen in Rabat herrscht sofort ein anderes Flair. Wir befinden uns in der Hauptstadt und dazu noch im »Ville Novelle«, dem neuen Stadtviertel. Ein kleiner Fußmarsch führt uns vorbei an den schönen Fassaden der Hauptpost und des Geldmuseums. Auch Straßenbuchhändler und blinde Taschentuchverkäufer begegnen uns auf dem Weg zum Beginn der Medina, wo sich unser billig Hotel befindet. Wir bekommen ein drei Bett Zimmer für 210 Dh, umgerechnet ca. 21€. Es gibt keine Fenster und die Gruppentoilette ist ein Loch im Boden. Zum Glück sind die Betten aus Stein gemeißelt.

Wir begeben uns in die Stadt und landen im Restaurant de la Libération, welches vorallem einfache einheimische Küche zu Spottpreisen anbietet. Ein Gericht für 3,30€ und Tee für 40 Cent sind bis jetzt nicht zu unterbieten. Jaco’s Hähnchen sieht zwar aus wie Roadkill, dafür gibt es bei Anton jedoch leckeres Cordon Bleu. Der unschlagbarer Preis ermutigt uns zu einer Rückkehr zu späterer Stunde. Der anschließende Weg zum Meer führte uns über den wohl größten Friedhof der Welt, der gleichzeitig als Müllverbrennungsanlage zu dienen scheint. Wir sehen zum ersten Mal das Meer. Es ist ein tolles Gefühl.

 

 

 
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Fès

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber fast jedes Mal, wenn ich in einem fremden Land den Flughafen verlasse, frage ich mich was ich mir da wieder eingebrockt habe. Die Temperatur ist 20° höher oder niedriger als vor dem Abflug in Berlin, dann wird man spätestens auf der Suche nach einem Taxi mit der völlig anderen Mentalität der Menschen konfrontiert und die Verständigung ist meist eher noch holprig. Spätestens aber, wenn man dann das Gepäck in der Unterkunft abgeladen hat und frisch geduscht die erste Runde durch die umliegenden Straßen macht, legt sich das wieder und die neuen Eindrücke werden immer positiver. So ging es mir auch dieses Mal wieder am ersten Tag in Marokko. Nach dem ersten Minztee im Hotel war die Welt wieder in Ordnung und die Vorfreude auf die kommenden Tage groß.

 

 
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Endlich wieder zu Hause

Es ist so: Ich liebe es zu reisen. Es gibt unglaublich viele Orte zu entdecken und Kulturen kennenzulernen. Aber spätestens nach 2/3 der Reise freue ich mich jedes mal unglaublich doll bald wieder nach Hause zurückzukehren. Idealerweise kann ich es gar nicht mehr erwarten wieder mit dem Arbeiten zu beginnen. Im Endeffekt mag ich wohl mein Umfeld und meine eigenen vier Wände doch zu sehr, als dass ich allzu lang von dort weg sein wollen würde. Eigentlich auch logisch schließlich richtet man sich ja so ein, wie es einem gefällt.

Samstag Nacht landeten wir sehr sanft in Berlin Schönefeld, nachdem wir zuvor 2 1/2 Wochen Marokko bereisten. Wir, das waren Flo, Anton und ich. Ende August flogen wir von Düsseldorf nach Fes. Dort verbrachten wir 2 Tage und begaben uns anschließend auf eine kleine Rundreise, die uns in die Hauptstadt Rabat, nach Casablanca und Marrakesch führen sollte. Von dort verschlug uns eine dreitägige Odyssee in die westlichen Ausläufer der Sahara. Zurück in Marrakesch machten wir uns auf den Weg nach Taghazout, ein kleines Fischerdorf 15km nördlich von Agadir und gleichzeitig Surfmekka für Menschen aus aller Welt. Während wir dort die letzte Woche verbrachten, packte mich in den letzten Tagen die eben beschriebene Vorfreude nach Berlin zurückzukehren.

Eine besondere Rolle dürfte diesmal die verheerende Hygiene in Marokko gespielt haben. Es stank meistens barbarisch aus dem Abfluss, die Straßen waren vollgemüllt ohne Ende und von öffentlichen Toiletten muss man ja gar nicht erst anfangen. War man zuvor schonmal in einem Entwicklungsland, ist das natürlich keine Überraschung. Schade ist es trotzdem, wenn sich selbst in den schönsten Ecken der Müll türmt und es dementsprechend stinkt. Nur wem soll man dafür einen Vorwurf machen? Mülleimer gibt es nur sehr spärlich, eine funktionierende Müllabfuhr auch nicht, sodass der Müll am Straßenrand verbrannt wird und die Schulbildung wird im Bezug auf solche Themen, vermutlich auch stark zu wünschen übrig lassen. Am ehesten trifft wohl (korrupte) Politiker eine Schuld, die kein Interesse daran haben, die Verhältnisse in denen die Bevölkerung dadurch lebt merklich zu verbessern. Und trotzdem finde ich es befremdlich, dass nicht aus Eigeninitiative Lösungen entstehen. Schließlich finden die Menschen in solchen Entwicklungsländern auf diesem Weg für so viele Probleme einen Ausweg.
Womöglich bin ich durch diese Problematik sogar auf das Thema meiner Bachelorarbeit gestoßen. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.

Nun sitze ich jedenfalls wieder an meinem Schreibtisch im herbstlichen Berlin und freue mich hier in den nächsten Tagen Fotos und weitere Eindrücke von unserer tollen Reise mit euch zu teilen.