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Reisen – David Not Jacob

David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Das sind die Herren Studenten

Wie ich ja bereits schrieb machten wir uns am 7.3. auf den Weg gen Süden um mal wieder eine Woche lang Berge, zu erst hoch und anschließend wieder herunter zu fahren. Super sinnvolle Beschäftigung, wenn man mal drüber nachdenkt. Pünktlich um kurz nach 3 Uhr rollten wir vom Hof, sammelten noch vergessene Dinge bei mir ein und weckten Anton, der eigentlich gar nicht schlafen sollte und setzten ihn auch ins Auto. Um 9:30 waren wir mit Karl aka Karl der Große aka Karlaschnikov am Münchner Hauptbahnhof verabredet. Pünktlich um 9:29 parkten wir ein und ärgerten uns über die verschwendete Minute. Auch Karl passte, zu unserer Überraschung, noch ins eigentlich schon volle Auto.

Dann ging es auf die Autobahn, wo uns dann irgendsoein BMW fahrender Vollspacko schnitt. Wir regten uns auf und das Ganze wurde auch nicht cooler, als in seiner Heckscheibe auf einmal “Polizei, bitte folgen.” aufleuchtete. Was folgte war eine über 1 stündige Durchsuchung unseres Autos durch die Fahndungsgruppe Drogen irgendwas. Die beiden Vollprofis waren so nett jedes Sockenpaar zu entrollen, vergaßen aber einen ganzen Rucksack zu durchsuchen. Just saying. Außerdem wurde uns von Oberkommissar Sherlock Holmes ob unserer 6 Jim Beam Flaschen an Bord Sportlichkeit bescheinigt. Offensichtlich konnte uns aber weder eine verlorene Radkappe unterwegs, noch die Fahndungsgruppe Drogen stoppen, sodass wir um ca. 13 Uhr in Mayrhofen einritten.

Was folgte waren 6 Tage Spaß im Schnee bei totalem Kaiserwetter bzw. Sichtweiten von 5m im Nebel an anderen Tagen. Der Tiefschnee konnte sich in der ersten Wochenhälfte auch sehen lassen und ermöglichte uns die ein oder andere Abfahrt bei der wir uns fühlten, als wären wir Boarder in “The Art of Flight”. Und natürlich wurden Erinnerungen geschaffen, die so lustig sind, dass ich auch in etlichen Jahren noch darüber lachen werde. Diese sind allerdings in unseren Köpfen am wertvollsten und da können sie auch bleiben. Ein paar Bilder:

Anders verhält es sich bei der Schlacht die wir mit unseren Vermietern im Gästehaus Auwitsch (es bietet sich an dieser Stelle ein sehr billiger Witz an, der den Verhältnissen zeitweise gut gerecht würde und der vermutlich besonders bei Österreichern gut ankommt) austrugen. Während am ersten Tag noch Tutti Frutti Sonnenschein herrschte, wechselte Frau Braun ab dem zweiten Tag zum hysterischen Rumbrüllen. So wurde uns dann erklärt, dass Tschechen mit Lastern die Skikeller ausräumen, seitdem die Grenzen offen sind. Anlass war, dass wir einmal vergessen hatten den Keller abzuschließen, in dem lediglich unser Zeug stand. Als wir am 3. Tag anmerkten, dass unser Raum, den wir mit der Heizung auf Stufe 6 (von 6) von 16 auf 17°C hochheizten ein wenig frisch sei, wurde uns klargemacht wir seien einfach zu verwöhnt. WIR HÄTTEN JA AUCH NOCH DECKEN IM SCHRANK. Es folgten kleinere Scharmützel bevor am Abreisetag, dass große Finale auf dem Plan stand. Wir haben einfach mal die Kamera angemacht. Pünktlich um 9:30 war das Zimmer übrigens Pickobello und Eva glücklich. Im Video leider nicht zu sehen ist, wie wir eine Gummibärchentüte auf einer versehentlich eingeschalteten Herdplatte zum Qualmen brachten. Nennen wir es mal unglücklich.

Auf dem Rückweg fanden wir uns noch im Münchner Hofbräuhaus ein, ich betrat zum ersten Mal einen Apple Store (ganz schön viele Mitarbeiter dort, kann das sein?) und wir besuchten das Trainingsgelände des FC 7 Tore Bayern München.

Das war es.

Der Berg

Im Tiefschnee

Wir waren Snowboarden. Dieses Foto von Karl entstand dabei.

Durch die Nacht

Ein bisschen überrascht es sogar mich selbst, dass ich diese Zeilen tatsächlich schreiben kann, denn just in diesem Moment sitzen wir im Auto auf der A9 und sind auf dem Weg nach Mayrhofen. Wir, das sind Anton, Flo und ich. Karl sammeln wir in München ein. Vielleicht.

Warum ich nicht so ganz an diese Zeilen geglaubt habe? Die Hotelsuche im November war alles Andere als einfach und war wohl nur erfolgreich, weil ich eine Ferienwohnung fand, dessen Vermieter nur per Fax zu erreichen waren. Ein Aufwand, den scheinbar viele andere scheuten. Ich überlegte kurz eine Brieftaube mit der Anfrage loszuschicken, fand dann aber tatsächlich einen Weg im Internet kostenlos Faxe zu versenden und zu empfangen, ohne einmal etwas ausdrucken zu müssen.

Dann braucht man ja auch noch ein Auto um zur Ferienwohnung zu kommen. Hatten wir bis gestern auch nicht so richtig sicher, sitzen jetzt aber trotzdem in einem. Solide Planung da mal wieder von unserer Seite.

In diesem Sinne, bis in einer Woche, ich habe da so eine Vorahnung, dass unsere Wohnung kein Internet haben wird. Dafür gibt es eine Sauna!

“Sehr geehrter Herr Jacob, ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass …”

So fangen die besten Emails an, immer. In diesem Fall teilte mir ein Tamron Mitarbeiter mit, dass ich den Dezember Fotowettbewerb mit dem Thema „Dämmerung & Nacht“ gewonnen habe. Eine nette Überraschung auf den Donnerstag Abend. Die Sache mit den Fotowettbewerben funktioniert bei mir generell irgendwie schockierend gut. Und wie schon beim Festival Of Lights Wettbewerb, bin ich wieder ziemlich überrascht über meine Platzierung. Nun ist mir klar, dass ich nicht gerade den World Press Photo Award gewonnen habe, aber trotzdem …

Das sollte vielleicht alle Fotografen unter euch ermutigen öfter mal ein Bild einzureichen, sofern man das Gefühl hat da könnte vielleicht was gehen. Mein Gewinnerfoto zeigt den Sonnenuntergang im Monument Valley im US Bundesstaat Utah und entstand im Sommer 2010. Habt ihr alle schon mal in den Marlboro Werbespots gesehen diese tolle Landschaft. Die Farben sind im Prinzip Out of Camera so gewesen, da das Licht einfach fantastisch war.

Life In A Day

Gestern Abend habe ich mir Life In A Day angeguckt und ich muss sagen, es handelt sich bei diesem Film zweifelsohne um ein historisches – vielleicht sogar DAS historische Werk unserer Zeit. Die Idee ist denkbar einfach, die Umsetzung war vermutlich ungleich schwieriger. Regisseur Kevin Macdonald kreierte aus 4500 Stunden Filmmaterial, welches am 24. Juli 2010 auf Youtube hochgeladen wurde, einen 1 1/2 stündigen Film. Der Film unserer Menschheit an diesem einen Tag. Berechtigterweise denkt man sich zuerst, dass bei so einer Idee zwangsläufig ein langatmiges Stückwerk entstehen musste, dass ist aber absolut nicht der Fall. Ich begann den Film nur nebenbei zu gucken und wurde mit der Zeit immer aufmerksamer, bis ich am Ende nur noch auf den Film fokussiert war.

Life In A Day ist einfach so unfassbar gut, wenn man bedenkt, dass dieser Film die Zeit in der wir leben für immer konservieren wird. Vielleicht gucken sich in 200 Jahren unsere Nachfahren diesen Film an und können sich so ein sehr gutes Bild davon machen, wie wir lange vor ihrer Zeit lebten. Life in A Day zeichnet ein sehr breites Bild unserer Zeit, man sieht arm und reich, traurig und glücklich, Liebe und Hass. Es gibt eine absolut epische Fallschirmsprungszene, die Geburt eines Giraffenbabys, die tragischen Geschehnisse der Loveparade, unzählige Einzelgeschichten, die die Videos der Menschen von diesem Tag erzählen und alles verschmilzt zu einem Film und wirkt dabei am Ende irgendwie nicht nach einem zusammenhangslosem Stückwerk. Es ist eine großartige Arbeit von Kevin Macdonald, guckt euch Life in A Day unbedingt an.

Als der Himmel brannte

 

Gestern Abend präsentierte sich unser aller liebstes Verkehrsunternehmen mal wieder von seiner besten Seite und sorgte für eine 30 minütige Verzögerung meines Heimweges. In Hirschgarten jedoch, sollte ich dafür entschädigt werden. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll, aber es sah aus als stände der Himmel in Flammen. Ich hatte zum Glück meine Kamera dabei und habe ein paar Bilder von dieser pittoresken Szenerie geschossen.

 

 

 

 

Technik, die (mich) begeistert

Gestern Abend telefonierten Maren und ich mit Dana.

Und mit telefonieren meine ich, wir führten ein kostenloses Videotelefonat nach Amerika mit meinem Mobiltelefon. Ich finde das großartig. Vor ein paar Jahren saß ich noch zu Hause am PC und habe mich mit einem 56K Modem ins Internet eingewählt. Auch nur ein Foto per Email nach Amerika zu schicken hätte wohl 15 Minuten oder länger gedauert. Und heute hole ich mein Handy raus und führe mal eben ein Videotelefonat mit Dana. Ist das nicht der Wahnsinn? Ich mein das Ding ist vielleicht einen cm dick und 8 hoch. Zum Beginn meiner Zeit am Gymnasium war es gerade eine riesen Sache, wenn das neue Handy 16.000 statt 256 Farben hatte. Jetzt macht man Videotelefonate in die USA. Eigentlich fehlt nur noch ein Hologram, das in mein Zimmer gebeamt wird, sodass ich mein Gegenüber vor mir sehe.

Naja, nächstes Jahr dann …