David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

The Art of Travel

Für unser experimentelles Entwurfsprojekt im 6. Semester sollten wir »The Art Of Travel« von Alain de Botton lesen beziehungsweise den obigen Film gucken, der darauf basiert. Die Machart des Films ist zugegebenermaßen nicht besonders sexy, aber inhaltlich trifft er ein paar Dinge voll auf den Punkt. Kann man sich mal an einem entspannten Sonntagnachmittag angucken. Eventuell werde ich mir auch das Buch mal bestellen, da im Film vermutlich nicht eins zu eins alles aus dem Buch wiedergegeben wird.

Vier Zitate fand ich so treffend, dass ich sie an dieser Stelle hier einfach festhalten möchte.

»A dominant impulse on encountering beauty is to wish to hold on to it, to possess it and give it weight in one’s life. There is an urge to say, ‘I was here, I saw this and it mattered to me.«

»The pleasure we derive from journeys is perhaps dependent more on the mindset with which we travel than on the destination we travel to.«

»It seemed an advantage to be traveling alone. Our responses to the world are crucially moulded by whom we are with, we temper our curiosity to fit in with the expectations of others… Being closely observed by a companion can inhibit us from observing others; we become taken up with adjusting ourselves to the companion’s questions and remarks, we have to make ourselves seem more normal than is good for our curiosity.«

»It is not necessarily at home that we best encounter our true selves. The furniture insists that we cannot change because it does not; the domestic setting keeps us tethered to the person we are in ordinary life, who may not be who we essentially are.«
— Alain de Botton, The Art of Travel

Mailand — Teil 2

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Wenn ihr mal nach Mailand kommt, solltet ihr unbedingt ein, zwei oder drei Panzerottis bei Luini essen.

Am Donnerstag Abend gaben wir uns mal wieder dem Groundhopping hin und besuchten das Serie A Spiel Inter Mailand gegen Udinese Calcio. Aufgrund der mittelmäßigen Saison von Inter und der Ansetzung am Wochentag waren nur ein bisschen mehr als ein Drittel der Plätze im Stadion gefüllt. Wir standen zum Glück hinterm Tor im Ultra Block, wo sich davon niemand beirren lies und kräftig Stimmung gemacht wurde. Auch ein bisschen Pyrotechnik wurde abgebrannt, was aber irgendwie allen Beiteiligten völlig egal war. Die Einlasskontrollen waren auch wieder sehr lasch und im Block gibt es eh keine Ordner. Im Stadion wird übrigens kein Bier, sondern Sambuka oder irgendwas alkoholisches kaffeemäßiges getrunken. Sehr gewöhnungsbedürftig. Über das Spiel muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. 0:0.

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Mailand — Teil 1

Anfang März, als die Semesterferien in vollem Gange waren, wurde mir häufiger die Frage gestellt, ob ich denn noch in den Urlaub fahren werde. Meine Antwort war dann immer, dass ich nichts geplant habe, es aber eigentlich eine richtig gute Idee wäre. Zweieinhalb Wochen später saß ich dann auch schon mit Flo im easyjet Flieger nach Mailand. Ein absoluter Glücksfall übrigens. Voller Vorfreude lud ich mir am Vorabend das Passbook Ticket auf mein iPhone und fühlte mich schon wie James Bond ob meines Hightech Lebensstils. Beim Boarding am nächsten Morgen war es der Flughafenmitarbeiterin dann allerdings nicht möglich das Ticket zu scannen. Sie tippte dann per Hand irgendwelche Nummern ein und wir durften doch noch mitfliegen.

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Nebelsurfen und Abschied nehmen

Paradise Valley

 

Nachdem wir uns 3 Tage lang mit den Atlantikwellen herumgeschlagen hatten, wurde es Zeit für ein bisschen Abwechslung. Deshalb entschieden wir uns an einer Tour ins Paradise Valley teilzunehmen, die vom Surf Berbere Hostel angeboten wurde. Und eins kann man sagen, der Name Paradise Valley trifft es ganz gut, aber seht selbst:

 
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Surf’s up

Eine der größten Überraschungen erlebten wir am Tag nach unserer improvisierten Rückfahrt aus der Sahara. Kurz und bündig erklärten wir unserem Hotelbesitzer, bei dem wir die Tour gebucht hatten, was passiert war. Er griff daraufhin hinter die Rezeption und begann zu zählen:„One hundred, two hundred, three hundred, …” Schließlich händigte er uns 1200 Dirham aus, also genau den Betrag, den uns die Taxifahrt gekostet hatte. Hätte schlechter laufen können.

Wir verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof von wo wir über Agadir nach Taghazout fahren wollten. Und zum ersten Mal scheiterten wir mit unserer Taktik, einfach am Bahnhof aufzutauchen und das Gefährt zum Zielort zu besteigen. Alle Busse bis 18:30 waren ausgebucht. Glücklicherweise gab es jedoch direkt um die Ecke einen zweiten Bahnhof. Auch an diesem bot sich uns jedoch das gleiche Bild. Alles ausgebucht.

Die einzige Option die blieb war also eine weitere Taxifahrt, die im Endeffekt nicht so unverschämt viel teurer war, als die eigentlich geplante Busfahrt. Dafür aber deutlich bequemer und schneller.

 

 
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„Zurück nach Marrakech“ oder „Verloren in der Wüste“

»Yallah, yallah!« …

Lautes Klatschen.
»Yallah, yallah!« …

Wir öffnen unsere Augen. Oder doch nicht? Es ist komplett dunkel um uns herum. Ein Blick auf die Uhr sorgt für Klarheit: 4:30. Zeit die Rückfahrt nach Marrakech anzutreten. Schließlich hatten wir ja schon 2 1/2h geschlafen und dafür sind wir ja nun auch nicht in die Sahara gefahren. Wir ruckeln also auf den Rücken der Dromedare durch die Dunkelheit und langsam wird es immer heller. Auf einer der letzten Dünen machen wir eine Pause und genießen den Sonnenaufgang.

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Merzouga — Erg Chebbi

 

2. Tag der Wüstentour. Nach einer recht kurzen Nacht und hastigem Frühstück quetschten wir uns wieder in unseren gemütlichen Bus. Wie schon am Vortag, wurden erst mal ordentlich Kilometer geschrubbt. Nach ein paar Stops erreichten wir das Todgha Tal. Wir gönnten uns ein erfrischendes Fußbad im Bächlein, dass zwischen den bombastischen Felswänden dahinplätscherte.

 

 

 


 
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