David Jacob’s Blog

Fès

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Ich weiß nicht wie es euch geht, aber fast jedes Mal, wenn ich in einem fremden Land den Flughafen verlasse, frage ich mich was ich mir da wieder eingebrockt habe. Die Temperatur ist 20° höher oder niedriger als vor dem Abflug in Berlin, dann wird man spätestens auf der Suche nach einem Taxi mit der völlig anderen Mentalität der Menschen konfrontiert und die Verständigung ist meist eher noch holprig. Spätestens aber, wenn man dann das Gepäck in der Unterkunft abgeladen hat und frisch geduscht die erste Runde durch die umliegenden Straßen macht, legt sich das wieder und die neuen Eindrücke werden immer positiver. So ging es mir auch dieses Mal wieder am ersten Tag in Marokko. Nach dem ersten Minztee im Hotel war die Welt wieder in Ordnung und die Vorfreude auf die kommenden Tage groß.

 

 
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Juni

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Ein bisschen verspätet, da ich noch lange versucht habe an ein Video ranzukommen. Es sollte nicht sein.

sehen und ernten. Büroeröffnung. Uni. Uni. Aufstieg. Mannschaftsabend. Uni. Kalender bauen. Pause. Werkschau Produktion. Uni.


Endlich wieder zu Hause

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Es ist so: Ich liebe es zu reisen. Es gibt unglaublich viele Orte zu entdecken und Kulturen kennenzulernen. Aber spätestens nach 2/3 der Reise freue ich mich jedes mal unglaublich doll bald wieder nach Hause zurückzukehren. Idealerweise kann ich es gar nicht mehr erwarten wieder mit dem Arbeiten zu beginnen. Im Endeffekt mag ich wohl mein Umfeld und meine eigenen vier Wände doch zu sehr, als dass ich allzu lang von dort weg sein wollen würde. Eigentlich auch logisch schließlich richtet man sich ja so ein, wie es einem gefällt.

Samstag Nacht landeten wir sehr sanft in Berlin Schönefeld, nachdem wir zuvor 2 1/2 Wochen Marokko bereisten. Wir, das waren Flo, Anton und ich. Ende August flogen wir von Düsseldorf nach Fes. Dort verbrachten wir 2 Tage und begaben uns anschließend auf eine kleine Rundreise, die uns in die Hauptstadt Rabat, nach Casablanca und Marrakesch führen sollte. Von dort verschlug uns eine dreitägige Odyssee in die westlichen Ausläufer der Sahara. Zurück in Marrakesch machten wir uns auf den Weg nach Taghazout, ein kleines Fischerdorf 15km nördlich von Agadir und gleichzeitig Surfmekka für Menschen aus aller Welt. Während wir dort die letzte Woche verbrachten, packte mich in den letzten Tagen die eben beschriebene Vorfreude nach Berlin zurückzukehren.

Eine besondere Rolle dürfte diesmal die verheerende Hygiene in Marokko gespielt haben. Es stank meistens barbarisch aus dem Abfluss, die Straßen waren vollgemüllt ohne Ende und von öffentlichen Toiletten muss man ja gar nicht erst anfangen. War man zuvor schonmal in einem Entwicklungsland, ist das natürlich keine Überraschung. Schade ist es trotzdem, wenn sich selbst in den schönsten Ecken der Müll türmt und es dementsprechend stinkt. Nur wem soll man dafür einen Vorwurf machen? Mülleimer gibt es nur sehr spärlich, eine funktionierende Müllabfuhr auch nicht, sodass der Müll am Straßenrand verbrannt wird und die Schulbildung wird im Bezug auf solche Themen, vermutlich auch stark zu wünschen übrig lassen. Am ehesten trifft wohl (korrupte) Politiker eine Schuld, die kein Interesse daran haben, die Verhältnisse in denen die Bevölkerung dadurch lebt merklich zu verbessern. Und trotzdem finde ich es befremdlich, dass nicht aus Eigeninitiative Lösungen entstehen. Schließlich finden die Menschen in solchen Entwicklungsländern auf diesem Weg für so viele Probleme einen Ausweg.
Womöglich bin ich durch diese Problematik sogar auf das Thema meiner Bachelorarbeit gestoßen. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.

Nun sitze ich jedenfalls wieder an meinem Schreibtisch im herbstlichen Berlin und freue mich hier in den nächsten Tagen Fotos und weitere Eindrücke von unserer tollen Reise mit euch zu teilen.


(M)ein Tweet macht die Runde

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Spannende Dinge passieren einem in diesem Internet. Vielleicht kommt euch der Spruch aus dem Tweet bekannt vor und ihr fragt euch woher. Nun, ich habe da vor knapp einem Jahr mal so ein Plakat gemacht.
Bei unserer Werkschau vor 2 Wochen hing das Plakat dann und ich habe neben ein paar anderen Arbeiten auch ein Foto des Plakats getwittert.

Mehr oder weniger zufällig habe ich dann irgendwann den obigen Tweet bemerkt, der eine halbe Stunde nach seiner Veröffentlichung ca. 15 Retweets hatte. Mensch der kommt ja gut an, dachte ich mir und habe mich dann beim Verfasser noch ein bisschen beschwert, dass ich nirgendwo als Quelle auftauche. Er hat daraufhin dann auch noch meinen Link zum entsprechenden Blogeintrag mit dem Plakat retweetet.

2 Stunden später: Der Tweet hat um die 80 Retweets. Nach meinem Verständnis schon epochal viel.
Am nächsten Morgen: Über 200 Retweets. Langsam wurde es ein wenig ärgerlich, dass der Tweet mit meiner Plakatidee so eine Reichweite bekam und dabei keinen Bezug zu mir aufwies. Zumal der Tweet mit dem Link zu meinem Blogeintrag nicht über den einen Retweet des Übeltäters hinauskam.
Unter den 200 Retweets fanden sich mittlerweile auch solch illustre Persönlichkeiten, wie die taff Moderatorin Nela Panghy-Lee wieder, die mit ihren 65.000 Followern noch mal eine ganz neue Welle der Weiterverbreitung anstieß. Die Frankfurter Buchmesse verbreitete den Tweet genauso weiter, wie Designmadeingermany Redakteurin Nadine Roßa. Und so ging es munter weiter ohne Enden zu wollen.

Das Endergebnis nach heutigem Stand:
546 Retweets
649 Favs

Laut Favstar wurde der Tweet 179.015 Followern angezeigt. Hundertneunundsiebzigtausend!

Mein einmal retweeteter Blogeintrag brachte mir dagegen lächerliche 20 zusätzliche Blogbesucher im Vergleich zu anderen Tagen.

Ich kann trotz dieser Geschichte Nachts noch sehr gut schlafen und finde das Ganze auch eher kurios als irgendetwas anderes, aber es ist eine schöne Erinnerung daran, was das Internet bzw. soziale Medien wie Twitter bewirken können. Ich nehme sie zum Anlass mir mal wieder Gedanken darüber zu machen, wie man die gebotenen Möglichkeiten am besten für sich nutzen kann.


Ich lese lieber unruhig

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Anlässlich des 125. Geburtstags des portugiesichen Schriftstellers Fernando Pessoa gestaltete ich ein Plakat. Auftraggeber war die Buchhandlung »leselieber«, die vor Kurzem in der Bölschestraße in Friedrichshagen eröffnet hat. Am 13. Juni fand dort ein portugiesischer Abend statt, an dem dann auch aus dem Buch der Unruhe von Pessoa gelesen wurde.


Königliches Kino

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Madrid, 2013