David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Dinge über die ich in letzter Zeit nachdachte – Teil 2: Fotolocation Datenbank

Ich halte eigentlich nichts von Vorsätzen für das neue Jahr, ganz einfach aus dem Grund, dass ich es völlig unsinnig finde etwas zum 1. Januar zu ändern, obwohl man das auch einfach so ändern könnte. Im Endeffekt ist es ja nur eine Ausrede um irgendwas wieder ein paar Tage zu verschieben. Andererseits zieht man am Jahresende schon irgendwie Bilanz und denkt mal drüber nach wie es weitergehen soll. Ich habe mir tatsächlich vorgenommen mehr zu fotografieren, viel mehr. Das Ganze hat bisher sogar so gut fotografiert, dass ich dieses Jahr noch nicht einmal mit der Kamera unterwegs war und der erste Monat des Jahres um ist. Hängt wohl mit dem nahenden Semesterende und den anstehenden Abgaben und Prüfungen zusammen. Ausreden, ich sags ja.

Teil dieses Vorsatzes war es auch mehr Menschen zu fotografieren. Nun schreibe ich mir seit geraumer Zeit Ideen für Fotoserien auf und stoße häufig auf das Problem, dass mir für meine Idee kein Ort einfällt an dem diese umsetzbar wäre. Beispiele: Ich möchte Porträtfotos mit einer Frau machen, als Kulisse würde ich gerne moderne Architektur nutzen. Dann habe ich da noch diese Idee für die ich einen Ort mit besonderer Lounge Atmosphäre benötige. Verzierte Sessel, blutrote Wand, dramatisch, usw … Die Frage ist jetzt, wie komme ich an diese Locations?

1. Man bemüht Google
2. Augen offenhalten im Alltäglichen Leben
3. Fotocommunities wie Flickr, Fotocommunity, etc. durchsuchen
4. In Fotoforen nach Empfehlungen Fragen bzw. suchen

Für mich war bisher keine dieser Methoden zielführend. Entweder war es zu ineffizient, zu zufällig oder ich stieß auf den heiligen Gral der Fotolocations: Lost Places. In einschlägigen Fotocommunities wird man den Eindruck nicht los, Menschen könnte man nur in Lost Places fotografieren. Und dann wäre da noch fotolocations.de/, eine Seite, die ich für ungefähr so nützlich halte, wie einen gebrochenen Fuß beim Marathonlauf.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder irgendjemand erklärt mir jetzt in denKommentaren einen praktikablen Weg mein Problem zu lösen oder ich werde mir ernsthaft darüber Gedanken machen etwas zu bauen, dass mein Problem löst. Eine Webseite, auf der man Fotolocations eintragen, finden und besprechen kann. Im Prinzip also fotolocations.de, nur in gut. Das heißt, vernünftige Usability, gute Filtermöglichkeiten und die ganze Seite in hübsch. Außerdem kann man das ganze natürlich konzeptionell noch deutlich ausbauen und sinnvolle Features einbauen. Als ich letztens mit Manuel über diese Idee sprach, kam er zum Beispiel spontan auf die Idee, man müsste für jede Location den stündlichen Sonnenstand anzeigen lassen können. Da ist also definitiv einiges möglich.

Ich bin sehr gespannt, was die Fotografen unter euch zu diesem Beitrag zu sagen haben. Ob Bedarf für solch eine Datenbank besteht oder ob ich einfach einen Weg übersehen habe, der mir die Suche nach Fotolocations stark erleichtern würde.

Whats App ist tot, es lebe Whats App.

Es ist ja so, dass ich Facebook des Öfteren kritisiere und offensichtlich nicht der größte Fan des sozialen Netzwerks bin. Nicht zuletzt würde ich definitiv Twitter bevorzugen, würde man mich vor die Wahl zwischen den Beiden stellen. Ich sehe Facebook allerdings immer noch als den schnellsten und einfachsten Weg um mit verschiedenen Leuten in Kontakt zu kommen. Im Prinzip nutze ich es also überwiegend für meinen privaten Mailkontakt und könnte auf die öffentlichen Funktionen weitestgehend verzichten. Bisher gab es da einen großen Haken: Verließ man die heimischen Gefilde, war man, sofern man ein Smartphone besitzt, mit der Facebook App konfrontiert. Und ich möchte es mal so ausdrücken, die Mail und Chatintegrtion in dieser App waren, nun ja, bescheiden. Nachrichten wurden nicht angezeigt, nicht versendet, im Chat wurde angezeigt es sei niemand online bzw. man selbst sei nicht online, usw. Es war eine totale Katastrophe.

Scheinbar war dieser Zustand für viele Menschen so unhaltbar, dass die Lösung WhatsApp war. Auch für mich. Der definitive SMS Ersatz also, der eigentlich auch Facebook hätte sein können. WhatsApp hat allerdings auch einen gravierenden Nachteil, es gibt keinen Desktop Clienten. In der Praxis bedeutete das, dass ich oft zu Hause am Computer saß und dann per Handy Nachrichten mit Leuten austauschte die unterwegs waren und mich deshalb über WhatsApp anschrieben.

Vor einiger Zeit schaffte Facebook nun zum Glück Abhilfe für dieses Problem indem es eine Messenger App vorstellte, die im Prinzip nichts anderes ist als eine separate App, welche nur die Nachrichten Funktion der Standard App enthält. Diese bündelt zudem Facebook Chat und Nachrichten und funktioniert außerdem einwandfrei. Es handelt sich hier im Prinzip um WhatsApp + einen Desktop Clienten von einem Netzwerk bei dem bis auf 13 Leute eh schon jeder angemeldet ist und nutzt. WhatsApp hat quasi keine Daseinsberechtigung mehr, es sei denn man hat keinen FB Account. Logisch.

Irgendwas sagt mir jedoch, dass es auch weiterhin Leute geben wird, die weiterhin WhatsApp nutzen werden, schließlich lebt auch der IE6 noch.

 

Dieser Beitrag wurde gestiftet von der Gesellschaft für “Blogeinträge-die-Manuel-davon-abhalten-sollen-unnötigerweise-nutzlose-Apps -auf-seinem-neuen-iPhone-zu-installieren”.

If This Then That

 

Bisher habe ich ja recht selten über Internetdinge und solches Zeug geschrieben, eventuell ändert sich das in der nächsten Zeit ein wenig und ich werde solche Posts des Öfteren mal einstreuen.

In der vergangenen Woche habe ich mich bei ifttt angemeldet und bin der Meinung, dass dieser Dienst definitiv einer ist, der für viele ganz praktisch sein könnte. Da ich ihn euch nicht vorenthalten wollte entstand dieser Eintrag. Das Prinzip ist einfach: “Put the internet to work for you”. Das macht man indem man Aufgaben erstellt und zwar nach dem Prinzip “If This Then That”. Ein praxisnahes Beispiel könnt ihr hier sehen:

 

 

Ich habe ifttt mit meinem Facebook und Dropbox Accounts verbunden, sodass nun jedes Bild auf dem ich getagged werde, automatisch in meine Dropbox geladen wird. Das wird es mir in Zukunft ersparen reihenweise Bilder mit Rechtsklick > Speichern unter manuell herunterzuladen.

Man kann verschiedenste Dienste von Twitter, über Vimeo bis zu Aktienkursen oder Wetterberichten miteinander verbinden und Aufgaben erstellen. Eine andere Aufgabe die mir spontan einfällt, wäre zum Beispiel eine Emailbenachrichtigung, wenn es in den nächsten 2 Tagen stürmen oder schneien soll. Man kann aber auch Artikel, welche man im Google Reader markiert direkt zu Delicious senden lassen, die Veröffentlichung von Facebook Statusupdates für bestimmten Uhrzeiten festlegen, usw., ihr seht also die Möglichkeiten sind vielfältig. Die möglichen Kombinationen der verschiedenen Kanäle füllen aktuell 147 Seiten und sind bei ifttt unter Recipes zu finden.

Zu bedenken ist auch, dass die ganze Geschichte noch Beta ist, also mal sehen was da noch so kommt. Mir gefällt das jetzt schon gut.