David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

2018, so etwas wie ein Jahresrückblick

Wenn der Jahresrückblick einer der wenigen Blogposts des Jahres überhaupt ist …

Das letzte Mal habe ich für das Jahr 2015 einen Rückblick geschrieben. Es war eines meiner besten Jahre was Berufliches und Privates angeht. Danach lief es auch nicht schlecht, aber ich verspürte nie den großen Drang, zu verschriftlichen, was das Jahr so gebracht hatte. Dieses Jahr will ich das mal wieder ändern. Wobei es weniger ein Rückblick sein soll, als vielmehr ein paar Gedanken mit denen ich das Jahr für mich abschließe.

Das vergangene Jahr reflektieren – geht besonders gut im Spiegellabyrinth

Wie eingangs erwähnt, habe ich extrem wenig hier im Blog gepostet, was, welch Überraschung, vor allem daran liegt, dass wenig Zeit war. Dafür gab es zwei grundlegende Gründe.

1. Ich war (vor allem mit Masha) viel unterwegs. Ich war in Shanghai, Japan, Madrid, den französischen Alpen, Madrid, Bangkok, Südkorea, Island, Moskau und St. Petersburg. Wahnsinn! Zu sehen war das meiste davon nur auf Instagram, denn ich hatte ja keine Zeit zum Bloggen.

2. Meine restliche Zeit und Energie habe ich in mein neues Startup, Flowletics, gesteckt.

Beides sind tolle Umstände, keine Frage, sie haben aber auch dazu geführt, dass ich mit meinem Neujahrsvorsatz grandios gescheitert bin. Ich wollte mehr schreiben und deshalb einen wöchentlichen Blogpost veröffentlichen. Das hat gar nicht geklappt, aber was soll’s.

Nach einem tollen Jahreswechsel, war mein erstes Jahreshighlight meine Reise nach Shanghai und Japan. Ganz besonders großartig war die Zeit in Hakuba, die mir die besten Snowboardtage meines Lebens bescherte.

Und kaum war ich wieder in Berlin, nahm Flowletics so richtig Fahrt auf. Während ich im Winter mit Jonas noch zu zweit versuchte irgendwie vorwärts zu kommen, kam Anfang des Jahres die Zusage, dass wir ins Programm des APX Accelerators von Axel Springer und Porsche aufgenommen würden. Und so begann im März das, was mich den Rest des Jahres beschäftigen sollte. Mein zweiter Versuch ein Startup aufzubauen. Denn ich habe so etwas ähnliches ja schonmal probiert. Ihr erinnert euch vielleicht noch an Workeer, unsere Jobbörse für Geflüchtete, die auch 2015 entstanden war. Anfangs allerdings ja nie als langfristiges Startup sondern lediglich als Abschlussarbeit gedacht, wurde zwischenzeitlich mehr daraus. Es fiel uns dann aber auf die Füße, dass wir am Anfang keinen nachhaltigen Business Case geplant hatten.
Trotz allem, Workeer ist noch immer online und die Gewinne sind dieses Jahr zwischenzeitlich sogar stark angestiegen. Auch kurios wenn man bedingt, dass das passierte seitdem wir nicht mehr aktiv daran arbeiten.

Ich beim Finden meines Flows mit Flowletics

Zurück zu Flowletics. Ich betrachte es als absolutes Highlight meines Jahres, dass ich wieder die Möglichkeit habe für mich selbst zu arbeiten. Tag für Tag etwas Eigenes aufzubauen ist etwas, das ich nicht missen möchte. Die Anfangsphase war wirklich eine große Herausforderung, aber seit dem Sommer bzw. Herbst haben wir richtig Fahrt aufgenommen und sind mittlerweile ein festes Team mit zwei weiteren tollen Teammitgliedern. Seit Kurzem ist unsere iOS im App Store. Meine erste App im App Store.

Ganz eng damit hängt auch mein zweites Highlight zusammen. Ein Startup aufzubauen ist in vielerlei Hinsicht keine leichte Aufgabe und es hilft ungemein sich dabei der Unterstützung seiner Partnerin gewiss zu sein. Und ich könnte mir nicht mehr oder bessere Unterstützung wünschen, als ich sie von Masha bekomme. Ohne sie wäre vieles dieses Jahr nicht möglich gewesen und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich hoffe ihr habt auch solchen Support in eurem Leben.

♥️

Dankbarkeit ist auch ein gutes Stichwort, um zum Schluss zu kommen. Denn neben allem beruflich und privat Schönem, bin ich vor allem unendlich dankbar, dass ich, meine Familie und meine Freunde im Großen und Ganzen alle gesund sind. Dass das alles andere als selbstverständlich ist, wurde mir dieses Jahr ganz besonders durch Sebastian Waters vor Augen geführt, den ich einst durch meine Arbeit als Designer kennenlernte. Seit August ist er dabei seine Krebserkrankung zu besiegen und geht mit dem Prozess sehr offen um und teilt seinen Weg auf Instagram. Man kann gar nicht dankbar genug sein, wenn man gesund ist und ich hoffe Sebastian kann das im neuen Jahr sehr bald auch wieder von sich behaupten.

In diesem Sinne, ich wünsche euch ein frohes und gesundes 2019.

Veröffentlicht am 31. December 2018 in Meinung, Persönlich, Reisen   |   ,