Ich sah, unter anderem, bei Madlen einen Blogeintrag mit ihren den Lieblingsalben 2011 und fand, dass wäre eine Sache die ich auch machen sollte. Anders als sie, entschied ich mich aber nur Alben zu wählen, die auch 2011 erschienen sind, wodurch natürlich einige großartige Entdeckungen wegfielen, die ich dieses Jahr machte. Wie dem auch sei, hier sind sie, meine Lieblingsalben 2011. Eine großartige Zusammenstellung der 100 Besten Songs 2011 gibt es außerdem bei Sara.
Tape.tv war mir schon immer sympathisch. Als Bewohner Deutschlands, ist es einem ja mittlerweile fast nicht mehr möglich ein Musikvideo anzugucken bzw. dies zu tun, ohne sich vor jedem Video 30 Sekunden Haarwäsche Werbung mit Sebastian Vettel auszusetzen. Fast. Bei Tape.tv findet man nämlich so ziemlich jedes Musikvideo und Werbung kommt erst nach dem 3. Video oder so. Sehr vernünftiger Geschichte, wenn ihr mich fragt. (Ich habe diesen “Vor jedem Video Werbung” Ansatz von MyVideo, etc. eh nie verstanden, da fehlt jegliche Relation zwischen Video und Werbung.)
Am Donnerstag hatte ich die Gelegenheit der Veranstaltung/ der Sendung “On Tape” beizuwohnen. Die wunderbaren The Wombats aus Liverpool gaben an diesem Abend ihre Musik zum Besten. Das ganze fand in Weißensee in einem doch arg kleinem Raum statt, was einerseits für Temperaturen sorgte, welche Wasser beinahe zum Sieden bringen, andererseits schaffte das natürlich eine einmalig intime Konzertatmosphäre. Matthew von The Wombats fasste es mit “I think we might be swimming out of here” ganz treffend zusammen. Also wegen dem Schweiß und so, ihr wisst schon. Der Sound war, bedenkt man die Größe und Höhe des Raumes phänomenal. Absolut genial ist auch, dass die Band nicht auf einer Bühne steht, sondern einen Meter vor dem Publikum, näher geht es wirklich nicht.
Das klingt jetzt erstmal alles ziemlich gut und das ist es auch. Das Ganze ist einfach mal eine ganz andere Konzertatmosphäre, als man sie sonst so gewohnt ist. Es gibt sogar Freibier. Meine anfängliche Sympathie für Tape.tv hat sich mit diesem Abend definitiv noch gefestigt.
Wer die ca. 1 stündige Sendung sehen möchte kann das hier tun. Außerdem nicht unerwähnt lassen, möchte ich die Band Unimportant People, die an diesem Abend als Hausband fungierte und mich auch sehr überzeugte.
Oh, sehr gern. In den vergangenen Wochen ist mein Outpout, hier im Blog, aber auch mit der Kamera, etc. tendenziell gegen 0 gegangen. Gründe gab es. Die Vorbereitung auf die Saison 2011/2012 beim Fussball zum Beispiel.
Dann war da noch das Sonne Mond Sterne Festival, welches ich vor 1 1/2 Wochen besuchte, das auch ein wenig Vorbereitung bedurfte. Zwischendurch, wollte die HTW dann auch noch Geld und irgendwelche Briefe haben und so weiter und so fort. Das SMS Festival liegt hinter mir, die Immatrikulation an der HTW ist beinahe durch und so langsam legt sich der Staub. Ich freue mich schon, endlich wieder die Kamera in die Hand zu nehmen und den Blog mit Inhalt zu füllen. Ich habe einiges vor.
An dieser Stelle soll heute aber erstmal noch eine kleine, sicher unvollständige Gedankensammlung zum SMS folgen.
Sonne Mond Sterne stellte ja meine Festival Premiere dar, dementsprechend versuchte ich nicht mit zu großen Erwartungen an den Start zu gehen, um nicht enttäuscht die Heimreise antreten zu müssen. Das Fazit: Besser ging es nicht, es war eines der besten Wochenenden meines Lebens.
Das Line Up gefiel mir ja von Anfang an gut, ich hatte lediglich die Befürchtung durch einen unglücklichen Timetable einiges zu verpassen. Dies war nicht der Fall, ich habe tatsächlich alles gesehen, was ich mir erhofft hatte.
Bonaparte ( kannte ich vorher nicht und sah sie nur durch Zufall) – sehr merkwürdige Band, bekommen aber Pluspunkte für nackte wrestlende Frauen auf der Bühne und die pogotaugliche Musik // Lexy & K-Paul – hörte ich so nebenbei während ich Karl suchte, war ganz nett // Deichkind – wie erwartet der absolute Todespogo, inklusive Nahtoderlebnisse für Felix und mich. Während ich einen Crowdsurfabsturz überlebte, erstickte Felix fast an Federn während wir auf dem Boden liegend vom Schlauchboot überfahren wurden // Moby – wahnsinnige Lichtshow, die wie wir von der Bar 25 Stage beobachteten // Niconé – sehr schönes Set am Bar 25 Strand // Sascha Braemer – siehe Niconé // Frittenbude – überragend die mal Live zu sehen, sehr schönes Set inklusive Wall of Love // Clueso – kann man machen, Gewinner war stark // Fritz Kalkbrenner – Einlass ins Zelt = so in etwa muss das bei der letzten Loveparade gewesen sein; im Zelt = 1 Milliarde Grad, F. Kalkbrenners Set = Episch! // Swedish House Mafia – für mich Abschluss des Festivals und visuell, und atmosphärisch mit das Beste was ich bisher erlebte. Episch halt.
Es gäbe etliche Anekdoten zu erzählen, das bringt aber keinem was, da es eh nur für uns so lustig ist. Was bei einem Festival abgeht wissen die, die schonmal da waren, der Rest glaubt es eh nicht … Abschließend möchte ich noch einen besonderen Dank aussprechen an das “Zelt” 20 m neben uns, mit den Boxentürmen, welches 3 Tage DURCHGÄNGIG beschissene Kackmusik mit einem einzigen behindertem Wummern in einer Lautstärke zum besten gab, die mir das Gefühl gab die Boxen stünden im Zelt neben mir. ICH DACHTE MEINE OHREN FANGEN AN ZU BLUTEN.
Abgesehen davon war es großartig. Nächstes Jahr wieder?
Ich war mal wieder als Konzertfotograf in der Columbiahalle unterwegs. Dieses Mal um die wundervollen Fleet Foxes abzulichten. Heute möchte ich erstmal ein paar Bilder von Josh T. Pearson zeigen. Dieser trat vor den Fleet Foxes auf und war absolut lustig. Vielleicht kann man nur drüber lachen, wenn man da war, aber es war einfach zu herrlich, wie er zwischen jedem Song sagte:”Buy my shit. I’m hungry. Or just give me some money and I’ll give you my shit for free.”, oder auch:”I’m Fleet Foxes.”.
Weniger überzeugend waren die musikalischen Darbietungen des Herrn Pearson. Ein Unterschied zwischen Soundcheck und Auftritt war nicht zu erkennen. Er schaffte in 45 Minuten genau 4 Songs, es hätte auch einer sein können, hätte er keine Pausen gemacht. Die Bilder finde ich trotzdem recht interessant, daher zeige ich jetzt einige.
Schwarz/weiß wollte ich eigentlich gar nicht machen, dazu aber mehr, wenn ich die Bilder von den Fleet Foxes zeige.
Richtig gut. So könnte man wohl das Konzert zusammenfassen, welches die Junos am 1.4. im ABC in Berlin Mitte boten. Wer nicht da war hat definitiv das beste Konzert, das die Bande bisher gab verpasst, kann aber noch ein paar Eindrücke sammeln, indem er sich die Videos und Fotos des Abends zu Gemüte führt.
Es war natürlich ein großer Vorteil dieses Mal funktionierende Technik am Start gehabt zu haben, aber auch das Licht und die gelungene Setlist haben für eine super Konzertatmosphäre gesorgt. Bis auf den kleinen Aprilscherz zu Beginn ist alles perfekt gelaufen.
Größten Respekt zolle ich übrigens Toni, Yves, Ali und Saubi, die sich da vor ihrem gesamten Bekanntenkreis auf die Bühne stellen und alles geben.
Hängengeblieben ist, hoffentlich nicht nur bei mir, Tonis Appell an alle Anwesenden den Arsch hochzukriegen und im Leben was zu erreichen und das zu machen was einem Spaß macht. Ich könnte in dieser Beziehung nicht mehr mit ihm übereinstimmen.
Da ist es also. Nach gefühlten 7 Monaten in der Produktion haben wir heute das “Schwerelos” Video veröffentlicht. Ursprünglich war es als erster schneller Test für unsere Zusammenarbeit geplant, entwickelte sich aber doch zu einem zeitraubenderem Projekt. Das insgesamt 4 Leute ihre Zeitpläne koordinieren mussten, hat den Entstehungsprozess dann auch nicht unbedingt beschleunigt. Zusätzlich und das war echt das Schlimmste, waren an jedem Drehtag ungefähr – 26°Celsius.
Insgesamt sind wir alle zufrieden mit dem Ergebnis. Ich denke das können wir auch sein. So ein Musikvideo ist schwerer zu drehen als es im Endeffekt vielleicht wirken mag. Sicherlich gibt es Sachen, die besser und toller sein könnten, aber das ist immer so. Es ist abgesehen von “Beste noch vor mir” unser erstes gemeinsames Video mit mehreren Drehorten, etc. da muss man einfach noch dazulernen. Ich habe einen unbeschreiblich großen Haufen Sachen dazugelernt, ob ich/wir das auch umsetzen könnt ihr dann bei der nächsten Veröffentlichung beurteilen.
Besonders stolz bin ich übrigens auf die beiden Super-Zeitlupen von Toni und Ali. Diese Szenen zu erstellen war der Grund für die ein oder andere Verzweifelte Stunde lange nach vernünftigen Bettzeiten.
Ich möchte euch noch bitten am 1.4.2011 alle in die Hirschgartenstraße 14 ins ABC zu kommen, in dem an diesem Abend mal wieder ein Konzert meiner Lieblingsmusiker stattfindet. Weiter Informationen entnehmt ihr bitte dem Flyer, für dessen Entstehung ich verantwortlich war.