David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

4 Tage Tel Aviv

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Was ihr hier seht ist eine junge Frau, die auf einer Halloween Party dem Protagonisten einer Freak Show einen Geldschein auf die Zunge tackert. Mein erster richtiger Abend in Tel Aviv fiel auf Halloween, sodass überall die entsprechenden Partys stattfanden. Halloween Partys, ich weiß ja nicht, nicht so meins, aber das war dann doch ganz gute Unterhaltung.

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Tel Aviv also. Der moderne Gegenentwurf zum traditionellen Jerusalem. Wenn man nicht gerade in der Altstadt Jaffos unterwegs ist, so wie wir am ersten Tag, dann spürt man direkt warum die Stadt als Silicon Valley Israels bezeichnet wird. Auf den Straßen sind stylische Menschen unterwegs, die Cafes und Läden sind außerordentlich hip, die Atmosphäre wirkt weltoffen und Downtown Tel Aviv, könnte auch in den USA liegen.

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Nach phänomenalem Humus am ersten Tag, gönnten wir uns in der Folge ein ums andere Mal diese leckeren Falafel. Eines der wenigen wirklich bezahlbaren Lebensmittel bei einem Preis von umgerechnet 1,50€. Denn eins muss man wirklich sagen, Tel Aviv beziehungsweise Israel ist unfassbar teuer. Auf die Frage, wie der Urlaub dort war ist meine erste Antwort daher tatsächlich auch immer:„Teuer!“. Eine 0,5l Cola im Supermarkt kostet 2€, ein Bier im Club locker über 7€ und für einen Burger zum Abendbrot ist man gern mal mit 18€ dabei. Billige Ernährung ist faktisch nicht möglich. Auch selbst kochen ist nicht richtig günstig, da Supermärkte für alles Späti-Preise aufrufen.

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Ein Highlight Tel Avivs ist die unübersehbare Bauhaus Architektur der 1930er Jahre. Die rund 4.000 Häuser in dem Stil, welche damals entstanden, sind als „Weiße Stadt“ bekannt. Heute sind die Bauten leider nicht mehr so weiß, sondern eher matschig gelb oder zum Teil ganz schön heruntergekommen. Trotzdem sind sie nach wie vor unverkennbar und sehenswert.

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Sonntagabend = Fußballabend. Wir zogen ein feinstes Tiki-Taka auf und dribbelten unseren Gegnern knoten in die Beine. Logisch. Ich besiegelte nebenbei das Ende meiner heißgeliebten Nike Frees, die seit Marokko die einzig wahren Reiseschuhe meiner Wahl waren.

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Nachdem wir am Sonntagnachmittag schon surfen waren, nutzten wir am Montagmorgen die ganz frühen Stunden des Tages. Irgendwann gegen 4 Uhr klingelte glaube ich unser Wecker, woraufhin wir uns auf Fahrrädern mit unseren Brettern unter den Armen auf den Weg zum Strand machten. So hatten wir die Wellen und den Sonnenaufgang fast für uns alleine, waren dafür aber auch ganz schön gerädert.

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Frühstückssandwich für 7,50€, ein optimaler Start in den Tag. Wenn man dann noch beim ersten Biss feststellt, dass sich unerwarteterweise richtig ordentlich Thunfisch drin versteckt, den man verabscheut, hat man wirklich alles richtig gemacht.

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Insgesamt ist Tel Aviv mit seinem Kontrast zwischen dem traditionellen arabischen und dem modernen jüdischen Teil schon eine interessante Stadt. Die Lage am Meer, die Partyszene, die hippen Menschen, es lässt sich hier bestimmt gut Leben. Was mir teilweise nicht so gefallen hat, war die Atmosphäre dort. So richtig positiv ist sie irgendwie nicht. Die Menschen schienen mir häufig recht verschlossen und schroff und aktuell ist die Lage aufgrund der vielen Anschläge durch Palästinenser auch noch zusätzlich etwas angespannter. Die allgegenwärtige Armeepräsenz lockert die Stimmung auch nicht gerade auf.

Ich habe leider das Gefühl es ziemliche verpasst zu haben, die Menschen und diese Atmosphäre fotografisch einzufangen, die ja die Stadt so ausmachen. Das fiel mir am letzten Tag erst so richtig auf, da war es dann aber natürlich zu spät. Ärgerlich.

Veröffentlicht am 03. November 2015 in Ich als Motiv, Israel, Persönlich, Reisen, Street   |   , , , ,