David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Im Propellerflugzeug über die Nazca-Linien

Letztes Bild vor dem Abschied. Danke für die tolle Zeit Jungs!

Ein von @__jaco gepostetes Foto am

 

An unserem letzten Tag in Machu Picchu musste ich mich nach unserem letzten gemeinsamen Foto auf dem Huayna Picchu von den Jungs verabschieden und den Weg ins Tal allein antreten. Nicht ohne jedoch noch ein paar letzte Fotos zu schießen, da es zum ersten Mal so richtig sonnig war. Die Bilder habe ich allerdings schon im letzten Eintrag verarbeitet.

Was dort nicht stand war, dass ich unter ziemlichem Zeitdruck stand, da ich sofort den langen Weg runter nach Aguas Calientes musste, um meine Sachen aus dem Hostel zu holen und meinen Zug nach Cusco zu bekommen. In Cusco wiederum musste ich auch direkt zum Loki Hostel meine anderen Sachen holen, die wir dort vor dem Inka Trail trip gelassen hatten, denn ich wollte noch am Abend mit dem Bus über Nacht nach Nazca weiterfahren. Nach tagelanger Planung, um meine restliche Zeit in Peru so effektiv wie möglich zu nutzen, war klar, nur so würde ich es schaffen die Nazca-Linien zu sehen und im Anschluss rechtzeitig für meinen Heimflug nach Lima zu kommen. Das aufregende war, dass all diese Puzzleteile zusammenpassen mussten, weil ich sonst ernsthafte Probleme bekommen hätte eben jenen Heimflug zu bekommen. Von Nazca zum Beispiel, fahren täglich nicht viele Busse nach Lima.

Es klappte dann aller Befürchtungen zum Trotz alles perfekt, so dass ich am nächsten Morgen nach einer entspannten Nachtfahrt ausgeschlafen in Nazca aus dem Bus stieg. Mit dem Bus zu fahren ist tatsächlich eine komfortable Angelegenheit in Peru, da die Busse sehr modern und geräumig sind, kann man sich das beinahe wie die erste Klasse im Flugzeug vorstellen, inklusive Verpflegung und Entertainment System.

In Nazca angekommen geriet mein Ablauf zum ersten Mal etwas ins Stocken. Ich hatte den Rundflug über die Nazca-Linien im Voraus gebucht und sollte vom Veranstalter abgeholt werden. Das klappte nicht. Irgendwann sprach mich irgendjemand an und tippte, nach dem ich Auskunft über meine Situation gegeben hatte, irgendetwas in sein Handy. Ca. eine halbe Stunde später wurde ich dann spontan abgeholt und mit einigen Umwegen tatsächlich zum Flugplatz gebracht, wo man glücklicherweise auch zu wissen schien, wer ich war. Wenig später durfte ich in eine kleine Propellermaschine steigen, um mir die legendären Nazca Linien von oben anzugucken.

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Was sind eigentlich die Nazca-Linien?

Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus Flugzeugen.

Quelle: Wikipedia, wo es auch noch mehr lesenswertes zur Entdeckung und Theorien zur Entstehung der Linien gibt.

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Der Flug mit der winzigen Maschine war sehr unterhaltsam und kurzweilig, aber das super unvergessliche Highlight sind die Nazca-Linien ehrlich gesagt auch nicht. Die Landschaft weckte, wie man an meiner Fotoauswahl sehen kann, fast mehr mein Interesse, als die zum Teil kaum zu findenden Bilder. Von Fotos und Videos kennt man halt nur die stark herangezoomten Aufnahmen, mit den eigenen Augen sind die Figuren dann aber nur sehr klein zu sehen. Da ich auch kein fettes Teleobjektiv dabei hatte, war auch das Fotografieren etwas ernüchternd und die meisten Fotos sind eher Suchbilder. Ein Fehler war mein Abstecher aber auch nicht.

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Nach der Landung machte ich mich umgehend wieder auf den Weg zum Busbahnhof und erreichte planmäßig meinen Bus nach Lima. Dort kam ich am Abend ziemlich fertig und lies mich nur noch ins Hostel-Bett fallen, um meine letzte Nacht in Peru zu verbringen.

Veröffentlicht am 30. March 2015 in Fotografie, Reisen, Südamerika   |   , , ,