David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Endlich wieder zu Hause

Es ist so: Ich liebe es zu reisen. Es gibt unglaublich viele Orte zu entdecken und Kulturen kennenzulernen. Aber spätestens nach 2/3 der Reise freue ich mich jedes mal unglaublich doll bald wieder nach Hause zurückzukehren. Idealerweise kann ich es gar nicht mehr erwarten wieder mit dem Arbeiten zu beginnen. Im Endeffekt mag ich wohl mein Umfeld und meine eigenen vier Wände doch zu sehr, als dass ich allzu lang von dort weg sein wollen würde. Eigentlich auch logisch schließlich richtet man sich ja so ein, wie es einem gefällt.

Samstag Nacht landeten wir sehr sanft in Berlin Schönefeld, nachdem wir zuvor 2 1/2 Wochen Marokko bereisten. Wir, das waren Flo, Anton und ich. Ende August flogen wir von Düsseldorf nach Fes. Dort verbrachten wir 2 Tage und begaben uns anschließend auf eine kleine Rundreise, die uns in die Hauptstadt Rabat, nach Casablanca und Marrakesch führen sollte. Von dort verschlug uns eine dreitägige Odyssee in die westlichen Ausläufer der Sahara. Zurück in Marrakesch machten wir uns auf den Weg nach Taghazout, ein kleines Fischerdorf 15km nördlich von Agadir und gleichzeitig Surfmekka für Menschen aus aller Welt. Während wir dort die letzte Woche verbrachten, packte mich in den letzten Tagen die eben beschriebene Vorfreude nach Berlin zurückzukehren.

Eine besondere Rolle dürfte diesmal die verheerende Hygiene in Marokko gespielt haben. Es stank meistens barbarisch aus dem Abfluss, die Straßen waren vollgemüllt ohne Ende und von öffentlichen Toiletten muss man ja gar nicht erst anfangen. War man zuvor schonmal in einem Entwicklungsland, ist das natürlich keine Überraschung. Schade ist es trotzdem, wenn sich selbst in den schönsten Ecken der Müll türmt und es dementsprechend stinkt. Nur wem soll man dafür einen Vorwurf machen? Mülleimer gibt es nur sehr spärlich, eine funktionierende Müllabfuhr auch nicht, sodass der Müll am Straßenrand verbrannt wird und die Schulbildung wird im Bezug auf solche Themen, vermutlich auch stark zu wünschen übrig lassen. Am ehesten trifft wohl (korrupte) Politiker eine Schuld, die kein Interesse daran haben, die Verhältnisse in denen die Bevölkerung dadurch lebt merklich zu verbessern. Und trotzdem finde ich es befremdlich, dass nicht aus Eigeninitiative Lösungen entstehen. Schließlich finden die Menschen in solchen Entwicklungsländern auf diesem Weg für so viele Probleme einen Ausweg.
Womöglich bin ich durch diese Problematik sogar auf das Thema meiner Bachelorarbeit gestoßen. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.

Nun sitze ich jedenfalls wieder an meinem Schreibtisch im herbstlichen Berlin und freue mich hier in den nächsten Tagen Fotos und weitere Eindrücke von unserer tollen Reise mit euch zu teilen.

(M)ein Tweet macht die Runde

Spannende Dinge passieren einem in diesem Internet. Vielleicht kommt euch der Spruch aus dem Tweet bekannt vor und ihr fragt euch woher. Nun, ich habe da vor knapp einem Jahr mal so ein Plakat gemacht.
Bei unserer Werkschau vor 2 Wochen hing das Plakat dann und ich habe neben ein paar anderen Arbeiten auch ein Foto des Plakats getwittert.

Mehr oder weniger zufällig habe ich dann irgendwann den obigen Tweet bemerkt, der eine halbe Stunde nach seiner Veröffentlichung ca. 15 Retweets hatte. Mensch der kommt ja gut an, dachte ich mir und habe mich dann beim Verfasser noch ein bisschen beschwert, dass ich nirgendwo als Quelle auftauche. Er hat daraufhin dann auch noch meinen Link zum entsprechenden Blogeintrag mit dem Plakat retweetet.

2 Stunden später: Der Tweet hat um die 80 Retweets. Nach meinem Verständnis schon epochal viel.
Am nächsten Morgen: Über 200 Retweets. Langsam wurde es ein wenig ärgerlich, dass der Tweet mit meiner Plakatidee so eine Reichweite bekam und dabei keinen Bezug zu mir aufwies. Zumal der Tweet mit dem Link zu meinem Blogeintrag nicht über den einen Retweet des Übeltäters hinauskam.
Unter den 200 Retweets fanden sich mittlerweile auch solch illustre Persönlichkeiten, wie die taff Moderatorin Nela Panghy-Lee wieder, die mit ihren 65.000 Followern noch mal eine ganz neue Welle der Weiterverbreitung anstieß. Die Frankfurter Buchmesse verbreitete den Tweet genauso weiter, wie Designmadeingermany Redakteurin Nadine Roßa. Und so ging es munter weiter ohne Enden zu wollen.

Das Endergebnis nach heutigem Stand:
546 Retweets
649 Favs

Laut Favstar wurde der Tweet 179.015 Followern angezeigt. Hundertneunundsiebzigtausend!

Mein einmal retweeteter Blogeintrag brachte mir dagegen lächerliche 20 zusätzliche Blogbesucher im Vergleich zu anderen Tagen.

Ich kann trotz dieser Geschichte Nachts noch sehr gut schlafen und finde das Ganze auch eher kurios als irgendetwas anderes, aber es ist eine schöne Erinnerung daran, was das Internet bzw. soziale Medien wie Twitter bewirken können. Ich nehme sie zum Anlass mir mal wieder Gedanken darüber zu machen, wie man die gebotenen Möglichkeiten am besten für sich nutzen kann.

Ich lese lieber unruhig

Anlässlich des 125. Geburtstags des portugiesichen Schriftstellers Fernando Pessoa gestaltete ich ein Plakat. Auftraggeber war die Buchhandlung »leselieber«, die vor Kurzem in der Bölschestraße in Friedrichshagen eröffnet hat. Am 13. Juni fand dort ein portugiesischer Abend statt, an dem dann auch aus dem Buch der Unruhe von Pessoa gelesen wurde.

Mai

sehen und ernten. Uni. Training. Ein Bond-Girl. The XX. Die Mutter. Uni.

Días en Madrid

Ende März war ich mit Maren in Madrid. Kurz vor dem Beginn meines 4. Semesters war das noch mal eine angenehme Geschichte ein bisschen rauszukommen aus dem Alltagsstress.
Damit ich die freien Tage nicht damit verbringe 1000e digitale Fotos zu schießen, entscheid ich mich dazu, ausschließlich mit der EXA analog zu fotografieren. Der Plan ging auch hervorragend auf, wäre da nicht dieses eine kleine Ärgernis gewesen. Da ich ja seit noch nicht allzu langer Zeit keine EXA 1C, sondern die Vorgängervariante 1B habe, ist der Umgang mit ihr manchmal noch ein bisschen ungewohnt. Manche Details sind minimal anders. Ich habe dadurch leider beide Filme etwas falsch eingelegt. Beim ersten hat das nur zu ein paar Lichtflecken geführt, der Zweite wurde leider nicht richtig transportiert, so dass ich 3 Tage für die Tonne fotografiert habe. Nun ja, damit muss man wohl leben in der Analogfotografie. Die Fotos, die ich mit dem ersten Film aufgenommen habe, gefallen mir dafür zum Teil umso besser. Da Maren die ganze Zeit über mit meiner Canon Fotos gemacht hat, haben wir zum Glück auch von den letzten Tagen gute Fotos.

Madrid ist eine schöne Stadt, in der 6 Tage aber völlig ausreichend sind, um die schönen Ecken zu sehen. Für einen knackigen Städtetrip genau das Richtige.

 

 

 

 
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April Sekunden

Uni. Uni. Arbeit. Party. Uni. Hai-Alarm. Mal wieder fotografiert. Union. Uni. Schöne Sonnenuntergänge.

März Sekunden

Union. Sonne. Schnee. Konzerte. Ein Todesschrei. Madrid. Ostern.

Zeitsprünge

Ich gestaltete dieses Plakat für die Ausstellung der Semesterarbeiten des 4. Semesters Kostümgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Nachdem die Plakate in den Vorjahren sehr bildhaft waren, wünschten sich die Studenten für dieses Jahr eine abstraktere Umsetzung des Themas. Zu sehen ist auf meinem Plakat daher, eine abstrakte Darstellung des Übergangs, von einer historischen Silhouette in eine andere.