{"id":2179,"date":"2012-08-16T09:55:05","date_gmt":"2012-08-16T08:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/?p=2179"},"modified":"2012-08-16T09:55:05","modified_gmt":"2012-08-16T08:55:05","slug":"wir-machten-ein-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/2012\/08\/wir-machten-ein-buch\/","title":{"rendered":"Wir machten ein Buch"},"content":{"rendered":"<p>Mittlerweile habe ich ja einiges an Projekten aus meinem 2. Semester Kommunikationsdesign gezeigt, eines allerdings blieb bis jetzt noch v\u00f6llig au\u00dfen vor. Unser Buch n\u00e4mlich. Es tr\u00e4gt den griffigen Titel &#8220;Melografie &#8211; ein Buch zum typografischen Experiment der Visualisierung von Melodien&#8221;. Mit uns meine ich <a href=\"http:\/\/manuelfederl.de\">Manuel Federl<\/a> und mich. Wir hatten im 1. Semester das Gef\u00fchl in der Typografie (und generell Designdingen) eine recht \u00e4hnlich \u00c4sthetik zu bevorzugen und taten uns aus diesem Grund zusammen, um ein Buch zu gestalten. Das war auch schon die Aufgabe und zwar die komplette. Man konnte daher auch frei entscheiden, ob man einen bereits existierenden Inhalt neu gestaltet und in Buchform bringt oder sogar selbst einen eigenen Inhalt erstellt. F\u00fcr uns kam von Anfang nur Zweiteres in Frage. Warum bzw. wie, habe ich f\u00fcr das Vorwort unseres Buches aufgeschrieben:<\/p>\n<blockquote>\n<p id=\"contenttext\">Ein Buch mit originellem Inhalt zu produzieren und es dennoch zu vermeiden von Kommunikationsdesignern zu Autoren zu mutieren \u2013 vermutlich stellten wir uns die schwierigste Aufgabe im Rahmen unseres Buchprojektes selbst. Schlussendlich fanden wir unsere Erf\u00fcllung in diesem typografischen Experiment zur Visualisierung von Melodien anhand von Liedtexten.<\/p>\n<p>Mit Melografie, bestehend aus Melodie und Typografie, unternahmen wir den Versuch, Musik sichtbar zu machen und auf eine neue Art und Weise zu betrachten. Im Fall dieser Untersuchung, aus einem typografischen Blickwinkel. Dieser er\u00f6ffnete uns einen neuen Zugang zur Allt\u00e4glichkeit Musik. So gelang es uns Strukturen und Zusammenh\u00e4nge zu erkennen und zu verstehen.<\/p>\n<p>Unser Vorgehen bestand nun darin einen Ton bzw. Klang in seine Bestandteile zu unterteilen: Tonh\u00f6he, Lautst\u00e4rke, Tondauer und Klangfarbe. Besonders spannend war hierbei, wieviele unterschiedliche Darstellungsformen der Parameter sich mithilfe der Typografie erarbeiten lie\u00dfen. Bei Visualisierungen, wie beispielsweise der Lautst\u00e4rke durch Schriftgr\u00f6\u00dfen oder der Tonh\u00f6he durch 3D-Extrusionen, stand die absolute Exaktheit unserer Betrachtungen im Vordergrund. Andererseits lie\u00dfen wir uns bei den Experimenten zur Klangfarbe durch unsere subjektive Wahrnehmung steuern. Durch diese Arbeitsweise entstanden bodenst\u00e4ndigere Versuche, wie die Darstellung der Tonh\u00f6he durch Grundlinienversatz und im Kontrast dazu experimentelle Ideen, wie die Umwandlung einer Audio- zu einer Bild-Datei, aus der eine Hintergrundgrafik f\u00fcr die Visualisierung der Klangfarbe entstand.<\/p>\n<p>Um die Wirkungsweise der Experimente offenzulegen, griffen wir auf Lieder zur\u00fcck, die sich in ihren Eigenschaften deutlich kontrastieren. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen unsere Versuche nur dann vom Betrachter nachvollzogen werden, wenn jenem die Melodien bekannt sind. Aus diesem Grund entschieden wir uns f\u00fcr zwei Klassiker der Musikgeschichte: Die Ode \u201eAn die Freude\u201c und \u201eThriller\u201c von Michael Jackson. Von Beginn an war uns bewusst, dass bestimmte Experimente besser funktionieren werden als Andere. Die Offenlegung dieser Ergebnisse stellte eines der Ziele unserer Arbeit dar.<\/p>\n<p>Es obliegt nun dem Betrachter, zu entdecken, bei welchen Versuchen er das Lied schon im Kopf zu h\u00f6ren vermag.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zus\u00e4tzlich zum Buch gestalteten wir auch noch jeweils ein Plakat f\u00fcr jeden Song und brachten so eines der Experimente auf ein gr\u00f6\u00dferes Format. Nat\u00fcrlich brauch man dann f\u00fcr die Pr\u00e4sentation auch noch eine Plakatrollle und einen Beutel um das Buch und die Rolle zu transportieren. Also haben wir das alles gemacht.<\/p>\n<p>Das Projekt hat mich ganz gewaltig vorw\u00e4rts gebracht, was meine F\u00e4higkeiten in InDesign angeht, welches ich vorher eigentlich noch nie benutzt habe. Aber auch insgesamt war es eine neue, sehr interessante Erfahrung an so einem gro\u00dfen Projekt zu arbeiten und etwas zu machen, bei dem man sich noch nicht auskennt. Ein komplettes Buch. Nicht nur \u00fcber die Gestaltung hatte man sich also Gedanken zu machen, sondern auch \u00fcber die Produktion. Unser Wunsch graue Seiten mit wei\u00dfem Text bzw. Formen zu haben, machte das nicht einfacher, genauso wie unser Buchcover aus Papper, welches wir per Siebdruck bedrucken mussten. Auch das Binden des Buches wollte<del>n<\/del> <del>wir<\/del> Manuel selbst \u00fcbernehmen. Wir haben also bis auf das Drucken alles komplett selbst gemacht. Konzept, Inhalt, Gestaltung, den Siebdruck des Covers, das Zuschneiden der Seiten, das Zusammenn\u00e4hen der Seiten, das Leimen, den Farbschnitt und was nicht noch alles zu machen war. Wie das aussieht, wenn man 2 Tage lang ein Buch bindet haben wir hier dokumentiert:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">[Melografie]J_63ayWWoyc[\/Melografie]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einige Zeit nach Abschluss des Projekts kam dann der Tag des Einsendeschlusses f\u00fcr Typoversity 2, ein Buch das Typografie Projekte von deutschen Unis vorstellt und von den Machern von <a href=\"http:\/\/designmadeingermany.de\">Design made in Germany<\/a> stammt. So lud ich dann unser Projekt am Abend des besagten Tages hoch und konnte am n\u00e4chsten Tag meinen Augen nicht so recht glauben, als ich <a href=\"http:\/\/www.designmadeingermany.de\/2011\/46898\/\">unser Buch auf Design made in Germany<\/a> wiederfand. Manu auch nicht. Das war ganz sch\u00f6n unerwartet und ganz sch\u00f6n cool. Auch die ganzen Kommentare bei DMIG, die Facebook Shares usw. waren ziemlich aufregend.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mt diesem Blogeintrag ist das Projekt nun endg\u00fcltig abgeschlossen und ich kann es unter &#8220;Erfolg&#8221; abheften.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mehr Bilder gibt es <a href=\"http:\/\/david-jacob.de\/melografie.html\">hier auf meiner Webseite<\/a> und auf <a href=\"http:\/\/www.designmadeingermany.de\/2011\/46898\/\">Design made in Germany<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1972.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter small wp-image-2191\" title=\"IMG_1972\" src=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1972.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1972.jpg 630w, https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1972-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2180.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter small wp-image-2200\" title=\"IMG_2180\" src=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2180.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2180.jpg 630w, https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2180-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2184.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter small wp-image-2201\" title=\"IMG_2184\" src=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2184.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2184.jpg 630w, https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_2184-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1891.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter small wp-image-2187\" title=\"IMG_1891\" src=\"http:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1891.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1891.jpg 630w, https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/IMG_1891-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerweile habe ich ja einiges an Projekten aus meinem 2. Semester Kommunikationsdesign gezeigt, eines allerdings blieb bis jetzt noch v\u00f6llig au\u00dfen vor. Unser Buch n\u00e4mlich. Es tr\u00e4gt den griffigen Titel &#8220;Melografie &#8211; ein Buch zum typografischen Experiment der Visualisierung von Melodien&#8221;. Mit uns meine ich Manuel Federl und mich. Wir hatten im 1. Semester das&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/2012\/08\/wir-machten-ein-buch\/\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Wir machten ein Buch<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,43,62,17],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2179"}],"collection":[{"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2179"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2217,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2179\/revisions\/2217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/david-jacob.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}