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March – 2012 – David Not Jacob

David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Himmelsfenster

Das letzte unbewegte Bild aus Österreich.

Das sind die Herren Studenten

Wie ich ja bereits schrieb machten wir uns am 7.3. auf den Weg gen Süden um mal wieder eine Woche lang Berge, zu erst hoch und anschließend wieder herunter zu fahren. Super sinnvolle Beschäftigung, wenn man mal drüber nachdenkt. Pünktlich um kurz nach 3 Uhr rollten wir vom Hof, sammelten noch vergessene Dinge bei mir ein und weckten Anton, der eigentlich gar nicht schlafen sollte und setzten ihn auch ins Auto. Um 9:30 waren wir mit Karl aka Karl der Große aka Karlaschnikov am Münchner Hauptbahnhof verabredet. Pünktlich um 9:29 parkten wir ein und ärgerten uns über die verschwendete Minute. Auch Karl passte, zu unserer Überraschung, noch ins eigentlich schon volle Auto.

Dann ging es auf die Autobahn, wo uns dann irgendsoein BMW fahrender Vollspacko schnitt. Wir regten uns auf und das Ganze wurde auch nicht cooler, als in seiner Heckscheibe auf einmal “Polizei, bitte folgen.” aufleuchtete. Was folgte war eine über 1 stündige Durchsuchung unseres Autos durch die Fahndungsgruppe Drogen irgendwas. Die beiden Vollprofis waren so nett jedes Sockenpaar zu entrollen, vergaßen aber einen ganzen Rucksack zu durchsuchen. Just saying. Außerdem wurde uns von Oberkommissar Sherlock Holmes ob unserer 6 Jim Beam Flaschen an Bord Sportlichkeit bescheinigt. Offensichtlich konnte uns aber weder eine verlorene Radkappe unterwegs, noch die Fahndungsgruppe Drogen stoppen, sodass wir um ca. 13 Uhr in Mayrhofen einritten.

Was folgte waren 6 Tage Spaß im Schnee bei totalem Kaiserwetter bzw. Sichtweiten von 5m im Nebel an anderen Tagen. Der Tiefschnee konnte sich in der ersten Wochenhälfte auch sehen lassen und ermöglichte uns die ein oder andere Abfahrt bei der wir uns fühlten, als wären wir Boarder in “The Art of Flight”. Und natürlich wurden Erinnerungen geschaffen, die so lustig sind, dass ich auch in etlichen Jahren noch darüber lachen werde. Diese sind allerdings in unseren Köpfen am wertvollsten und da können sie auch bleiben. Ein paar Bilder:

Anders verhält es sich bei der Schlacht die wir mit unseren Vermietern im Gästehaus Auwitsch (es bietet sich an dieser Stelle ein sehr billiger Witz an, der den Verhältnissen zeitweise gut gerecht würde und der vermutlich besonders bei Österreichern gut ankommt) austrugen. Während am ersten Tag noch Tutti Frutti Sonnenschein herrschte, wechselte Frau Braun ab dem zweiten Tag zum hysterischen Rumbrüllen. So wurde uns dann erklärt, dass Tschechen mit Lastern die Skikeller ausräumen, seitdem die Grenzen offen sind. Anlass war, dass wir einmal vergessen hatten den Keller abzuschließen, in dem lediglich unser Zeug stand. Als wir am 3. Tag anmerkten, dass unser Raum, den wir mit der Heizung auf Stufe 6 (von 6) von 16 auf 17°C hochheizten ein wenig frisch sei, wurde uns klargemacht wir seien einfach zu verwöhnt. WIR HÄTTEN JA AUCH NOCH DECKEN IM SCHRANK. Es folgten kleinere Scharmützel bevor am Abreisetag, dass große Finale auf dem Plan stand. Wir haben einfach mal die Kamera angemacht. Pünktlich um 9:30 war das Zimmer übrigens Pickobello und Eva glücklich. Im Video leider nicht zu sehen ist, wie wir eine Gummibärchentüte auf einer versehentlich eingeschalteten Herdplatte zum Qualmen brachten. Nennen wir es mal unglücklich.

Auf dem Rückweg fanden wir uns noch im Münchner Hofbräuhaus ein, ich betrat zum ersten Mal einen Apple Store (ganz schön viele Mitarbeiter dort, kann das sein?) und wir besuchten das Trainingsgelände des FC 7 Tore Bayern München.

Das war es.

Der Berg

Im Tiefschnee

Wir waren Snowboarden. Dieses Foto von Karl entstand dabei.

Durch die Nacht

Ein bisschen überrascht es sogar mich selbst, dass ich diese Zeilen tatsächlich schreiben kann, denn just in diesem Moment sitzen wir im Auto auf der A9 und sind auf dem Weg nach Mayrhofen. Wir, das sind Anton, Flo und ich. Karl sammeln wir in München ein. Vielleicht.

Warum ich nicht so ganz an diese Zeilen geglaubt habe? Die Hotelsuche im November war alles Andere als einfach und war wohl nur erfolgreich, weil ich eine Ferienwohnung fand, dessen Vermieter nur per Fax zu erreichen waren. Ein Aufwand, den scheinbar viele andere scheuten. Ich überlegte kurz eine Brieftaube mit der Anfrage loszuschicken, fand dann aber tatsächlich einen Weg im Internet kostenlos Faxe zu versenden und zu empfangen, ohne einmal etwas ausdrucken zu müssen.

Dann braucht man ja auch noch ein Auto um zur Ferienwohnung zu kommen. Hatten wir bis gestern auch nicht so richtig sicher, sitzen jetzt aber trotzdem in einem. Solide Planung da mal wieder von unserer Seite.

In diesem Sinne, bis in einer Woche, ich habe da so eine Vorahnung, dass unsere Wohnung kein Internet haben wird. Dafür gibt es eine Sauna!

Lakeside Living

Man soll sich ja bei Projekten selbst unter Druck setzen indem man anderen davon erzählt, sodass diese dann irgendwann nachfragen und man sich schuldig fühlt, hat man nichts vorzuweisen. Deshalb lass ich das einfach mal so hier stehen. Manu und ich wollen da vielleicht eine Kleinigkeit machen diesen Sommer. Eventuell hat es etwas mit Siebdruck zu tun. Im  September wäre es dann mal Zeit nachzufragen.