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November – 2011 – David Not Jacob

David Not Jacob

Ein Blog über Reisen,
Fotografie, Design und Persönliches
von David Jacob

Audi inkl. Wackeldackel

Whats App ist tot, es lebe Whats App.

Es ist ja so, dass ich Facebook des Öfteren kritisiere und offensichtlich nicht der größte Fan des sozialen Netzwerks bin. Nicht zuletzt würde ich definitiv Twitter bevorzugen, würde man mich vor die Wahl zwischen den Beiden stellen. Ich sehe Facebook allerdings immer noch als den schnellsten und einfachsten Weg um mit verschiedenen Leuten in Kontakt zu kommen. Im Prinzip nutze ich es also überwiegend für meinen privaten Mailkontakt und könnte auf die öffentlichen Funktionen weitestgehend verzichten. Bisher gab es da einen großen Haken: Verließ man die heimischen Gefilde, war man, sofern man ein Smartphone besitzt, mit der Facebook App konfrontiert. Und ich möchte es mal so ausdrücken, die Mail und Chatintegrtion in dieser App waren, nun ja, bescheiden. Nachrichten wurden nicht angezeigt, nicht versendet, im Chat wurde angezeigt es sei niemand online bzw. man selbst sei nicht online, usw. Es war eine totale Katastrophe.

Scheinbar war dieser Zustand für viele Menschen so unhaltbar, dass die Lösung WhatsApp war. Auch für mich. Der definitive SMS Ersatz also, der eigentlich auch Facebook hätte sein können. WhatsApp hat allerdings auch einen gravierenden Nachteil, es gibt keinen Desktop Clienten. In der Praxis bedeutete das, dass ich oft zu Hause am Computer saß und dann per Handy Nachrichten mit Leuten austauschte die unterwegs waren und mich deshalb über WhatsApp anschrieben.

Vor einiger Zeit schaffte Facebook nun zum Glück Abhilfe für dieses Problem indem es eine Messenger App vorstellte, die im Prinzip nichts anderes ist als eine separate App, welche nur die Nachrichten Funktion der Standard App enthält. Diese bündelt zudem Facebook Chat und Nachrichten und funktioniert außerdem einwandfrei. Es handelt sich hier im Prinzip um WhatsApp + einen Desktop Clienten von einem Netzwerk bei dem bis auf 13 Leute eh schon jeder angemeldet ist und nutzt. WhatsApp hat quasi keine Daseinsberechtigung mehr, es sei denn man hat keinen FB Account. Logisch.

Irgendwas sagt mir jedoch, dass es auch weiterhin Leute geben wird, die weiterhin WhatsApp nutzen werden, schließlich lebt auch der IE6 noch.

 

Dieser Beitrag wurde gestiftet von der Gesellschaft für “Blogeinträge-die-Manuel-davon-abhalten-sollen-unnötigerweise-nutzlose-Apps -auf-seinem-neuen-iPhone-zu-installieren”.

Turteltauben

Seit ein paar Wochen versuche ich mich zu zwingen meine Kamera öfter einzupacken und zwar mit dem Ziel mehr zu fotografieren. Mit dem Einpacken ist es aber leider irgendwie nicht getan. Schließlich habe ich dann immer noch die Ausrede, die Kamera wäre noch eingepackt und es würde sich nicht lohnen sie jetzt rauszuholen. Der nächste Schritt ist also die Kamera wirklich in die Hand zu nehmen und sie so mit mir herumzutragen, denn das bedeutet: keine Ausreden mehr.

So kam es gestern Abend, dass ich auf die Bahn wartend auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor stand. Mit meiner Kamera in der Hand. Und dann war da dieses Paar, welches sich die ganze Zeit verliebt anguckte und miteinander turtelte. Ich beobachtete das ein bisschen und war mir sicher ich würde die beiden fotografieren wollen. So richtig schnell konnte ich mich nicht überwinden die Kamera auf sie zu richten, tat es dann aber doch und schoss dieses Foto. Wenig später wiederholte ich diesen Vorgang und lichtete einen älteren Herren ab, der auf einer Bank in seine Zeitung vertieft war.

Ich meine schon mal ein paar Sätze zur Streetfotografie und meinem Interesse daran verloren zu haben und ich kann meine Meinung nur bestätigen, dass diese Art der Fotografie sehr viel Spaß macht und irgendwie etwas ganz anderes ist, als das was ich sonst so mache.

 

 

Life In A Day

Gestern Abend habe ich mir Life In A Day angeguckt und ich muss sagen, es handelt sich bei diesem Film zweifelsohne um ein historisches – vielleicht sogar DAS historische Werk unserer Zeit. Die Idee ist denkbar einfach, die Umsetzung war vermutlich ungleich schwieriger. Regisseur Kevin Macdonald kreierte aus 4500 Stunden Filmmaterial, welches am 24. Juli 2010 auf Youtube hochgeladen wurde, einen 1 1/2 stündigen Film. Der Film unserer Menschheit an diesem einen Tag. Berechtigterweise denkt man sich zuerst, dass bei so einer Idee zwangsläufig ein langatmiges Stückwerk entstehen musste, dass ist aber absolut nicht der Fall. Ich begann den Film nur nebenbei zu gucken und wurde mit der Zeit immer aufmerksamer, bis ich am Ende nur noch auf den Film fokussiert war.

Life In A Day ist einfach so unfassbar gut, wenn man bedenkt, dass dieser Film die Zeit in der wir leben für immer konservieren wird. Vielleicht gucken sich in 200 Jahren unsere Nachfahren diesen Film an und können sich so ein sehr gutes Bild davon machen, wie wir lange vor ihrer Zeit lebten. Life in A Day zeichnet ein sehr breites Bild unserer Zeit, man sieht arm und reich, traurig und glücklich, Liebe und Hass. Es gibt eine absolut epische Fallschirmsprungszene, die Geburt eines Giraffenbabys, die tragischen Geschehnisse der Loveparade, unzählige Einzelgeschichten, die die Videos der Menschen von diesem Tag erzählen und alles verschmilzt zu einem Film und wirkt dabei am Ende irgendwie nicht nach einem zusammenhangslosem Stückwerk. Es ist eine großartige Arbeit von Kevin Macdonald, guckt euch Life in A Day unbedingt an.