Ihr erinnert euch an meinen ersten analogen Film nach etlichen Jahren Pause? Heute gibt es ein paar Bilder vom Zweiten, die allerdigns schon im Winter und Frühling dieses Jahres entstanden sind und entwickelt wurden. Ich habe es lediglich nicht gepackt Abzüge machen zu lassen. Vergangene Woche habe ich das mal nachgeholt, ein paar Abzüge habe ich schon vor Ewigkeiten in der Uni gemacht, unschwer zu erkennen an den Rahmen. Es ist nach wie vor so, dass ich die EXA ab und zu mitnehme, wenn ich irgendwo hingehe. Demenstprechend sind die Bilder wieder eine lockere Sammlung von Momenten aus diesen Tagen.
Neue Aufgabe, neues Glück. Die Aufgabe der letzten Woche im Fotokurs lautete, je ein Portrait von einer Person aus unserem sozialen Umfeld bzw. einem Freund oder einer Freundin aufzunehmen. Ich konnte mich der Aufgabe erst am Sonntag widmen, da ich am Freitag und Samstag freiwillig in der HTW weilte um an der 2. KD Zukunftswerkstatt teilzunehmen. Warum? Peter hat das gut auf den Punkt gebracht:
Meckern darf nur, wer auch mitgestaltet. Ergo: Zukunftswerkstatt, Tag 2. #kdhtw
Mein Sonntag begann dann um 9 bei Anton in Köpenick, wo ich dessen bezaubernde Freundin Kari fotografierte und endete irgendwann gegen 20 Uhr in Wedding bei der nicht minder tollen Jana. Zwischendurch stattete ich Flo noch einen Besuch ab, bei dem uns auch der Regen nicht stoppen sollte. 3 von 4 Fotos hatte ich im Kasten und dachte auch fast, dass es dabei bleiben würde, bis Karl spontan anrief und sofort ein Fotoshooting forderte, als er von meiner Aufgabe erfuhr. Dienstag Abend spazierte ich dann also noch mit ihm durch Altglienicke, sodass ich pünktlich Mittwoch früh mit 4 Fotos im Kurs aufkreuzen konnte.
Ein herzliches Dankeschön natürlich noch mal an euch 4 für eure Zeit und euer Engagement bei der Umsetzung meiner Bildideen.
Lange liegt er zurück der letzte Blogeintrag, vergessen habe ich mein kleines Onlinetagebuch dennoch nicht, es war nur ein bisschen eng mit der Zeit. Die meisten sollten es mitbekommen haben: ich bin seit ende April mal wieder auf Krücken unterwegs. Dieses Mal quittierte der 5. Mittelfußknochen meines linken Fußes im Zweikampf den Dienst. Operiert werden musste das Ganze zu allem Überfluss dann auch noch.
Die Verletzung kam zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt, kurz nach Semesterbeginn, so dass ich nun fast das komplette Semester mit Krücken bestreiten muss. Das 2. Semester ist eh schon eines der stressigeren und unter diesen Bedingungen ist das alles nicht wirklich einfacher. Mit Maren hatte ich für Ende Mai bereits Flug und Hotel für einen Paris Urlaub gebucht, den wir canceln mussten und zum Hurricane Festival werde ich auch nicht fahren können. Vielleicht spürt man in diesen Zeilen eine gewisse Frustration, was daran liegen könnte, dass sie vorherrscht.
Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich auch in solchen Zeiten noch mit einem Lächeln durch die Gegend humpel und so kam es, dass ich mich unter Anderem den Aufgaben im Fotokurs stellte. Die 1. derer lautete: 3 Inszenierungen des eigenen Ichs. Ich zeigte dann 5 Bilder im Kurs, von denen meinem Prof nur eines gefiel. Trotzdem möchte ich sie euch zeigen, da ich nach wie vor mit ihnen zufrieden bin.
Wer konnte damit rechnen? Nachdem wir im 1. Semester noch sehr entspannt durch die Uni spazierten, artet die ganze Veranstaltung nun im 2. Semester in, ich möchte es fast Stress nennen, aus. Das hängt wohl damit zusammen, dass wir in Typografie ein Buch machen werden, in Farbe und Form jede Woche Farbsensibilisierungsaufgaben für zu Hause bekommen, die mit Pinsel und Acrylfarbe bearbeitet werden wollen und das “Pech” haben, auch den Fotokurs in unserem Stundenplan zu finden. Natürlich ist dieses Pech, trotz des zeitlich hohen Aufwands, eher ein Glücksfall für mich, da ich ja ein ausgesprochen großer Fan der Fotografie bin.
Der Einstieg in diesen Fotokurs ist ein analoger, so kam es, dass wir vergangene Woche Fotogramme erstellen mussten. Und mit Fotogramme erstellen meine ich, wir standen an einem super schönen Frühlingstag, 7 Stunden im roten Licht des Fotolabors. Ähnlich, verhielt es sich mit der 2. Aufgabe, 3 Fotos mit einer Lochkamera aufnehmen und Positivabzüge erstellen. Und mit ähnlich meine ich, dass ich Freitag 7 und Samstag 6 Stunden in der Uni und im Fotolabor verbrachte um 3 gescheite Fotos zu produzieren. Insgesamt war das aber schon eine coole Erfahrung, wie man mit so einem Schuhkarton respektable Fotos produzieren kann. Als Thema für meine 3er Serie wählte ich: Semesterferien.
Wie ich ja bereits schrieb machten wir uns am 7.3. auf den Weg gen Süden um mal wieder eine Woche lang Berge, zu erst hoch und anschließend wieder herunter zu fahren. Super sinnvolle Beschäftigung, wenn man mal drüber nachdenkt. Pünktlich um kurz nach 3 Uhr rollten wir vom Hof, sammelten noch vergessene Dinge bei mir ein und weckten Anton, der eigentlich gar nicht schlafen sollte und setzten ihn auch ins Auto. Um 9:30 waren wir mit Karl aka Karl der Große aka Karlaschnikov am Münchner Hauptbahnhof verabredet. Pünktlich um 9:29 parkten wir ein und ärgerten uns über die verschwendete Minute. Auch Karl passte, zu unserer Überraschung, noch ins eigentlich schon volle Auto.
Dann ging es auf die Autobahn, wo uns dann irgendsoein BMW fahrender Vollspacko schnitt. Wir regten uns auf und das Ganze wurde auch nicht cooler, als in seiner Heckscheibe auf einmal “Polizei, bitte folgen.” aufleuchtete. Was folgte war eine über 1 stündige Durchsuchung unseres Autos durch die Fahndungsgruppe Drogen irgendwas. Die beiden Vollprofis waren so nett jedes Sockenpaar zu entrollen, vergaßen aber einen ganzen Rucksack zu durchsuchen. Just saying. Außerdem wurde uns von Oberkommissar Sherlock Holmes ob unserer 6 Jim Beam Flaschen an Bord Sportlichkeit bescheinigt. Offensichtlich konnte uns aber weder eine verlorene Radkappe unterwegs, noch die Fahndungsgruppe Drogen stoppen, sodass wir um ca. 13 Uhr in Mayrhofen einritten.
Was folgte waren 6 Tage Spaß im Schnee bei totalem Kaiserwetter bzw. Sichtweiten von 5m im Nebel an anderen Tagen. Der Tiefschnee konnte sich in der ersten Wochenhälfte auch sehen lassen und ermöglichte uns die ein oder andere Abfahrt bei der wir uns fühlten, als wären wir Boarder in “The Art of Flight”. Und natürlich wurden Erinnerungen geschaffen, die so lustig sind, dass ich auch in etlichen Jahren noch darüber lachen werde. Diese sind allerdings in unseren Köpfen am wertvollsten und da können sie auch bleiben. Ein paar Bilder:
Anders verhält es sich bei der Schlacht die wir mit unseren Vermietern im Gästehaus Auwitsch (es bietet sich an dieser Stelle ein sehr billiger Witz an, der den Verhältnissen zeitweise gut gerecht würde und der vermutlich besonders bei Österreichern gut ankommt) austrugen. Während am ersten Tag noch Tutti Frutti Sonnenschein herrschte, wechselte Frau Braun ab dem zweiten Tag zum hysterischen Rumbrüllen. So wurde uns dann erklärt, dass Tschechen mit Lastern die Skikeller ausräumen, seitdem die Grenzen offen sind. Anlass war, dass wir einmal vergessen hatten den Keller abzuschließen, in dem lediglich unser Zeug stand. Als wir am 3. Tag anmerkten, dass unser Raum, den wir mit der Heizung auf Stufe 6 (von 6) von 16 auf 17°C hochheizten ein wenig frisch sei, wurde uns klargemacht wir seien einfach zu verwöhnt. WIR HÄTTEN JA AUCH NOCH DECKEN IM SCHRANK. Es folgten kleinere Scharmützel bevor am Abreisetag, dass große Finale auf dem Plan stand. Wir haben einfach mal die Kamera angemacht. Pünktlich um 9:30 war das Zimmer übrigens Pickobello und Eva glücklich. Im Video leider nicht zu sehen ist, wie wir eine Gummibärchentüte auf einer versehentlich eingeschalteten Herdplatte zum Qualmen brachten. Nennen wir es mal unglücklich.
Auf dem Rückweg fanden wir uns noch im Münchner Hofbräuhaus ein, ich betrat zum ersten Mal einen Apple Store (ganz schön viele Mitarbeiter dort, kann das sein?) und wir besuchten das Trainingsgelände des FC 7 Tore Bayern München.